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Der Brockhaus "Wein"


Wer den Namen Brockhaus hört, denkt unweigerlich an die mehrbändigen Universallexika. Das Verlagshaus hat seine Lexikonreihe aber schon seit einiger Zeit um einbändige Nachschlagewerke zu bestimmten Themen erweitert. Neben etwas "trockenen" Themen wie Literatur, Kunst und Philosophie, gibt es nun auch ein Genießer-Lexikon zum Thema Wein.

 

Das Schmökerlexikon

Wer befürchtet der Brockhaus "Wein" sein nur etwas für Profis, die mal schnell nachschauen wollen, wie der badische Riesling 1958 so war, sei beruhigt. Das Nachschlagewerk lädt eher zum schmökern, als zum gezielten Nachschlagen ein. Das ist ein Vorteil, weil man hinter sehr vielen der 3800 Stichworte, unvermutet Interessantes erfährt, aber auch ein Nachteil. Als Laie wird man nämlich kaum unter dem Stichwort "Kontaktverfahren" suchen, erfährt dort aber z.B., dass man Wein gemahlenen Weinstein hinzugeben kann, um damit die Ausscheidung von eben diesem zu beschleunigen. Um interessante Informationen etwas hervorzuheben, ist der Brockhaus daher mit über 250 Infokästen gespickt, die auf gut jeder zweiten Seite Hintergrundinformationen bieten, die dazu animieren, weiterzublättern.

 

Spätestens bei Fiasco wird die Neugier geweckt

Spätestens wer unter dem Stichwort Flaschen erfährt, das die früher typisch bauchige Chiantiflasche italienisch "Fiasco" heißt, wird neugierig nach ähnlichen Funden weitersuchen. Dabei stößt man dann auch auf Informationen, die man immer schon mal wissen wollte, wie z.B. die Antwort auf die Frage, ob große Weine auch schon jung schmecken können.

 

Sonderartikel zu übergreifenden Themen

Zu besonders interessanten Themen, wie Barrique, Gesundheit und Wein oder der Geschichte des Weinbaus gibt es 12 doppelseitige Sonderartikel im Brockhaus "Wein", die allesamt sehr lesenswert sind. Hier hätte man meines Erachtens durchaus etwas mehr Themen aufgreifen können. Dann wären man vom Umfang auch auf die 700 Seiten des Brockhaus "Ernährung" gekommen. So begnügt sich das Werk mit 500 Seiten, ist dafür aber auch preiswerter.

 

Auch ein bildlicher Genuss

Die Bebilderung des Brockhaus ist sehr gut gelungen. Fotos der Weinbauregionen animieren zur näheren Betrachtung Tabellen sind sehr übersichtlich aufgebaut und trotz der hohen Anzahl von 450 Fotos, hat man so gut wie nie hat man das Gefühl, dass diese als reine "Füller" platziert worden sind.

 

Im Internet geht’s weiter

Das der Brockhaus nicht "verstaubt" ist, zeigt, das man im Internet (www.brockhaus.de/sachlexika/wein ) eine ständig aktualisierte Liste mit den wichtigsten Internetlinks zum Thema wein findet, auf der natürlich auch diese Webseite nicht fehlt.

 

Der Brockhaus Wein kann online beim DLG-Verlag bestellt werden.
Beachten Sie bitte auch unser anderes Weinbuchsortiment

(ki)






 
     

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