|
|
Wichtige Rebsorten
In Deutschland werden auf ungefähr 100.000 Hektar fast 100 Rebsorten Wein angebaut. Große wirtschaftliche Bedeutung haben davon nur aber nur etwa 20. Bei den Weißweinen führen
der Riesling und der Müller-Thurgau die Liste an, bei den Rotweinen haben Spätburgunder und der Dornfelder die größte Bedeutung. Diese Liste kann in 10 Jahren schon wieder
ganz anders aussehen, wenn sich wieder ein starker Trend, wie zur Zeit z.B. der Rotwein-Boom, entwickelt.
|
Rotweine
|
Weißweine
|
|
|
|
|
|
Bacchus
- Der Wein für den geselligen Abend
|
|
Herkunft/Kreuzung
|
In den 30er Jahren durch Kreuzung von (Silvaner x Riesling) mit
Müller-Thurgau entstanden.
|
|
Verbreitung in Deutschland
|
Die größten Anbauflächen befinden sich
in Rheinhessen und der Pflalz. Anbau aber auch in
Franken
|
|
Anbautendenz
|
In Franken hat die Anbaufläche in den letzten Jahren zugenommen. Insgesamt nimmt
die Anbaumenge aber ab.
|
|
Geschmacksprofil
|
Ergibt leichte bis mittelkräftige Weine mit oft
hellgelber Farbe. Fruchtig und harmonisch mit verträglicher Säure.
Manchmal vordergründiger Muskatton, auch sind Anklänge
an Johannisbeeren und Kümmel möglich.
|
|
Passt zu
|
Bacchusweine sind Trinkweine für gesellige Abende. Der Wein passt gut zu Mehlspeisen und Desserts. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Chardonnay
- Der Newcomer
|
|
Herkunft/Kreuzung
|
Die Herkunft der Rebsorte liegt in Vorderasien/Libanon.
Es scheint sich um eine Kreuzung zwischen Pinot
und Heunisch zu handeln. Chardonnay wird daher der
Burgunderfamilie zugerechnet, Mit Ausbreitung der Weinkultur kam
die Rebe nach
Frankreich. In Deutschland erfolgte die Anbauzulassung erst 1991. Weltweit
ist die Chardonnaytraube eine der bedeutensten Rebsorten
überhaupt.
|
|
Verbreitung in Deutschland
|
Chardonnay wird v.a. in Baden, der Pfalz und
Rheinhessen angebaut.
|
|
Anbautendenz
|
In den letzten Jahren hat der Chardonnayanbau
in Deutschland, vor allem in Baden, der Pfalz und
Rheinhessen stark zugenommen (aber auf niedrigem
Gesamtniveau). Der Trend scheint
sich auch in Zukunft fortzusetzen.
|
|
Geschmacksprofil
|
Die meisten Chardonnay-Weine werden trocken ausgebaut. Die Rebe ergibt stoffige
und säurebetonte Weine. Hochwertige Weine werden
oft auch als Barrique ausgebaut. Die typischen
Aromen von Chardonnay-Weinen sind (unreifer)
Apfel, Melone, und Stachelbeere. |
|
Passt zu
|
Der Wein passt zu Terrinen, Fisch, Muscheln, hellen Braten und Käse. Kräftigere Weine passen auch
zu Gebratenem und aromatischem Käse. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Domina
- Der junge Wilde |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Kreuzung aus Portugieser x Spätburgunder. Die Kreuzung erfolgte 1927 durch Peter
Morio, der auch den nach ihm benannten Morio-Muskat
und den Bacchus züchtete. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Die Domina-Traube wird vor allem in Franken
angebaut. Dort bringt sie qualitativ hochwertige
Weine hervor, die in letzterer Zeit immer beliebter
werden.
|
|
Anbautendenz
|
Die Sorte hat
guten Anklang gefunden, wird aber noch in relativ kleinen Mengen angebaut. Ein
Anstieg der Bestockungsfläche zeichnet sich auch
außerhalb von Franken ab. |
|
Geschmacksprofil
|
Ergibt dunkle, tiefrote Weine mit feinfruchtigem Kirsch- oder Brombeeraroma,
manchmal mit leichtem Raucharoma. Junge
Weine sind oft gerbstoff- und säurebetont. |
|
Passt zu
|
Zu Wild, Rinderbraten und dunklen Soßen. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Dornfelder
- Der fruchtig-körperreiche Star" |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Der Dornfelder ist eine Kreuzung aus Helfensteiner (Frühburgunder x Trollinger)
und der Heroldrebe (Portugieser x Lemberger). Der Dornfelder ist nach dem
Weinbaufachmanns Imanuel Dornfeld benannt, der in
Weinsberg eine Weinbauschule gründete. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Angebaut wird
die Rebsorte v.a. in der Pfalz, Rheinhessen und
Württemberg.
|
|
Anbautendenz
|
Der Dornfelder ist wohl die erfolgreichste rote
Neuzüchtung in Deutschland. Die Beliebtheit
der Rebe führt dazu, dass die Rebfläche in den letzten
Jahren sehr stark angewachsen ist. Da der Dornfelder sehr hohe Hektarerträge
(allerdings bei sinkender Qualität) erbringen kann,
ist er etwas in Verruf geraten. Daher arbeiten inzwischen
verschiedene Verbände an Konzepten, die Qualität
wieder mehr in den Vordergrund zu stellen.
|
|
Geschmacksprofil
|
Dornfelder wird meist trocken, teilweise auch halbtrocken ausgebaut. Aus der
Traube gehen typisch tiefgefärbte, dunkelrote Weine
hervor, die fruchtig, körperreich und von milder Säure
sind. Junge Weine weisen intensive Fruchtaromen wie Sauerkirsche, Brombeere und Holunder
auf. Im Barriqueausbau können sehr schöne lagerfähige
Weine entstehen. |
|
Passt zu
|
Dornfelder passt gut zu kräftigem Braten, Wild oder Käse. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Elbling - Alte Rebe - wieder neu entdeckt |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Der Elbling ist vermutlich eine der ältesten kultivierten Rebsorten und wurde bereits von den
Römern (insbesondere an der Mosel) angebaut. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
In früheren Jahrhunderten weit verbreitet, findet man den Elbling heute vor
allem an der Mosel und in Sachsen. |
|
Anbautendenz
|
Die Anbautendenz ist leicht rückläufig |
|
Geschmacksprofil
|
Der Wein ist leicht, säurebetont und eignet sich gut als sommerlicher Trinkwein.
Elbling wird häufig zu Sekt verarbeitet, wenngleich
reine Elbling-Sekte nur sehr selten zu finden sind. |
|
Passt zu
|
Der Elbling ist oft ein leichter, säurebetonter Wein, der jung getrunken wird. Er passt
zur Vesper, aber auch zu Schalentieren. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Grauburgunder (Pinot grigio) / Ruländer |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Beim Grauburgunder handelt es sich um eine Mutation des
Blauen Spätburgunders. Früher wurde die Traube auch süß als "Ruländer"
ausgebaut. Mit dem Imagewechsel hin zu "trocken"
wechselte auch der Name. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Hauptanbaugebiet ist Baden. Aber auch in der Pfalz und in Rheinhessen werden
größere Mengen produziert. |
|
Anbautendenz
|
Der Grauburgunder ist eine der wenigen Weißweinsorten in Deutschland, die im
Anbau zulegen. Der süß ausgebaute Ruländer hat heute
praktisch keine Bedeutung mehr. |
|
Geschmacksprofil
|
Grauburgunder werden heute meist trocken ausgebaut und besitzen eine angenehme
Säure. Das Bukett weist Aromen von Kastanie, Kokosnuss,
Haselnuss, Mandeln, Butter
sowie fruchtige Aromen,
die an Birne, Rosinen, Ananas und Zitrusfrüchte erinnern auf. |
|
Passt zu
|
Grauburgunder Kabinett passt zu Vorspeisen, Fisch, Spargel, eignet sich aber
auch als Sommerwein.
Spätlesen passen zu Braten und Wild sowie reifem Weichkäse. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Gutedel
- Der Wein zur leichten Küche
|
|
Herkunft/Kreuzung
|
Der Gutedel ist eine der ältesten Rebsorten überhaupt und war schon vor 5000
Jahren in Ägypten bekannt. Anfang des 16. Jahrhunderts gelangte der Gutedel nach
Frankreich. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gelangte
er schließlich nach Deutschland. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
In Deutschland wird der Gutedel fast außschließlich im badischen
Markgräflerland angebaut. |
|
Anbautendenz
|
Der Gutedelanbau stagniert seit einiger Zeit. |
|
Geschmacksprofil
|
Gutedelweine sind selten sehr ausdrucksstark. Daher haben Boden, Klima und Lage größeren
Einfluss auf den Geschmack als sonst. Meist
wird die Traube zu leichten, jung zu trinkenden,
süffigen Weinen ausgebaut. Durch langsame Vergärung
können aber auch ausdrucksstarke Weine hervorgebracht
werden. An Aromen sind oft Bierhefe und Bittermandel
auszumachen. |
|
Passt zu
|
Gutedel eignet sich gut als Zechwein, passt aber auch zur leichten
Küche. Sie harmonieren mit Seefisch, leichten Käsesorten
und Eier- und Nudelgerichten. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Kerner
- Der Fruchtige mit angenehmer Säure
|
|
Herkunft/Kreuzung
|
Der Kerner wurde 1929 in Weinsberg aus Trollinger x Riesling gekreuzt. Der Name
stammt von dem Weinsberger Dichter, und Weinfreund Justinus Kerner. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Hauptanbaugebiete
in Deutschland sind die Pfalz und Rheinhessen. |
|
Anbautendenz
|
In den 90er Jahren hatte der Kerner seine Hochzeit. In den letzten Jahren ist
die Anbaufläche jedoch stetig zurückgegangen.
Kerner
wird vielfach für die Sektproduktion verwendet. |
|
Geschmacksprofil
|
Als Spätlese bringt die Traube kräftige Weine mit angenehmer Säure hervor.
Leichtere Weine mit etwas höherem Säuregehalt erinnern
an den Riesling, sind aber etwas aromatischer.
An Aromen findet sich beim Kerner: Apfel, Birne, Johannisbeere, Aprikose,
Rosinen, Honig und manchmal ein leichter Muskatton. |
|
Passt zu
|
Kerner eignet sich gut als Begleiter von Mehlspeisen. Als
trockene Spätlese passt er auch zu Terrinen oder würzigen Fleischspeisen. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Lemberger (Blaufränkisch)
- Guter Begleiter an Grillabenden |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Die Herkunft des Lemberger ist unbekannt. In Österreich ist er erstmals 1750 erwähnt. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Die vor allem in Österreich (Blaufränkisch) und Ungarn angebaut Traube wird
in Deutschland fast ausschließlich in Baden-Württemberg angebaut. |
|
Anbautendenz
|
Die Anbaufläche des Lembergers weist in den vergangenen Jahren eine stetige Zunahme
auf. |
|
Geschmacksprofil
|
Der Lemberger hat eine kräftige Farbe, eine deutliche Tanninnote ist aber
dennoch samtig-fruchtig, oft mit einer Brombeernote. Andere häufige Aromen sind
Kirsche, Holunder, Pflaume und Johannisbeere. Im Jugendstadium zeigen
die Weine mitunter ein grasiges Aroma. |
|
Passt zu
|
Leichte Lemberger eignen sich als Sommerwein (zum Grillen). Kräftigere Sorten
passen gut zu Pasteten, Grillgerichten,
kräftigem Geflügel und Wild, Schmorbraten sowie zu Lamm. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Müller-Thurgau (Rivaner)
- Der Unkomplizierte
|
|
Herkunft/Kreuzung
|
Die Müller-Thurgau-Traube wurde 1882 von Prof. Dr. H.
Müller aus Thurgau in der Schweiz gezüchtet, aber erst 1913 nach ihm benannt.
Lange Zeit hielt man den Müller-Thurgau für eine
Kreuzung aus Riesling und Silvaner (daher das Synonym
Rivaner). Neuere Untersuchungen deuten aber darauf
hin, dass die Rebe eine Kreuzung von Riesling x Madeleine royale
ist. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Der Müller-Thurgau ist in den meisten der 13 deutschen Weinanbaugebieten
zu finden. |
|
Anbautendenz
|
Der Rivaner steht in der Rebsortenstatistik hinter dem Riesling auf Platz 2.
In den letzten Jahren ist der Anbau aber
rückläufig. Seine Bedeutung ist aber immer noch
überragend. |
|
Geschmacksprofil
|
Der Rivaner bringt nach Apfel, schwarzer Johannisbeere und Aprikosen duftende, leichte, elegante Qualitätsweine mit einem
leichten Muskatton
und milder Säure hervor. Die Weine sollten nicht lange gelagert werden, da sich das
Muskataroma schnell verflüchtigt. |
|
Passt zu
|
Müller-Thurgau-Weine sind unkomplizierte Zechweine. Sie passen zu leichten Speisen (Spargel),
sind aber auch als abendlicher
Trinkwein sehr beliebt. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Portugieser
- Der süffige Schoppenwein |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Auch beim Portugieser könnte man im Name einen Hinweis auf das Herkunfstland
vermuten. Nur gibt es keinerlei Hinweise darauf. Wahrscheinlich stammt er aus
Österreich. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Hauptanbaugebiete sind die Pfalz und
Rheinhessen. |
|
Anbautendenz
|
Der Portugieser ist nach dem Spätburgunder die
zweitwichtigste Rotweinrebsorte in Deutschland. Der Anbau war leicht rückläufig,
weil er zu farbschwache
Weine ergibt, ist aber im Zuge des allgemeinen Rotweinbooms
stabil. |
|
Geschmacksprofil
|
Portugieser-Weine sind häufig hellrot, blumig, duftig oder zartfruchtig. Vielfach wird der Portugieser
nach kurzer Standzeit abgepresst und
zu Weißherbst verarbeitet. Oft wird er als Sommerwein empfohlen. Das Bukett zeigt
Anklänge von roten Johannisbeeren, Himbeeren oder Erdbeeren. |
|
Passt zu
|
Süffiger und frischer Schoppenwein. Als Essensbegleiter passt er gut zu Terrinen oder Muscheln. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Regent
- Kräftiger Jungspund |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Der Regent wurde als Sorte erst 1996 freigegeben. Er ist eine Kreuzung aus der weißen Sorte Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) und der
roten Sorte Chambourcin. Der Name leitet sich dem berühmten 140,5 Karat-Diamanten aus Indien ab, den
Ludwig XV auf seiner Krone, später Marie-Antoinette als Schmuckstück und
Napoleon als Degenknauf trugen. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Anbauschwerpunkte des Regent liegen in der Pfalz und Rheinhessen sowie in Württemberg und
Baden.
|
|
Anbautendenz
|
Zur Zeit sind zwar nur ca. 1% der deyutschen Rebanbaufläche
durch Regent bestockt, für die Zukuft wird der Neuzüchtung
aber ein regelrechter Boom vorhergesagt. Für ökologisch wirtschaftende Winzer ist
der Regent die derzeitig akzeptabelste Rotweinsorte.
|
|
Geschmacksprofil
|
Der Regent liefert dunkelrote, gehaltvolle, samtig weiche Weine mit einer tiefen
Rotfärbung. Geschmacklich reicht der Regent am ehesten
an südländische Weine heran. Das Bukett zeigt Beerenduft,
manchmal auch eine Cassisnote. Im Barriqueausbau liefert der
Regent zum Teil sehr hochwertige Rotweine. |
|
Passt zu
|
Regentweine eignen sich als Begleiter von Lamm und Wildgerichten, Rinderbraten
und dunklen Soßen. Sie passen auch zu gut gereiftem Bergkäse. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Riesling
- Der große deutsche Klassiker |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Die ersten Riesling-Reben sollen im Rheintal angebaut worden sein. Allerdings
reklamiert dieses Priveleg auch das österreichische Wachau für sich. Der Name der Reben stammt entweder von dem dunklen Rebenholz (Rußling), der
rassigen Säure (Riß-ling), der Weißkirchener Lage im österreichischen Wachau
(Ritzling) oder daher, dass bei leichtem Frühlingsfrost die Blüten zu rieseln
beginnen. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Der Riesling ist die meistangebaute Rebsorte in Deutschland. Deutsche Anbaugebiete mit größerem Anteil sind Rheingau, Mosel-Saar-Ruwer,
Mittelrhein und die Hessische Bergstraße. Er ist jedoch in allen deutschen Anbaugebieten
zu finden. |
|
Anbautendenz
|
Der Riesling belegt in Deutschland über 20 % der bestockten Rebfläche.
Damit ist er der bedeutenste deutsche Wein. Der Anbau ist stabil bis leicht rückläufig. |
|
Geschmacksprofil
|
Zwischen Trocken und Edelsüß ist beim Riesling alles möglich. Rieslingreben liefern ausgewogene, säureverspielte, rassige sowie harmonische
Weine. Das Bukett erinnert an Aprikosen, Pfirsichen und Rosen. |
|
Passt zu
|
Trockene bis halbtrockene Rieslinge passen gut zu chinesischen Wokgerichten,
Mehlspeisen, gedünstetem See- und Süßwasserfisch sowie gekochtem Fleisch mit hellen Saucen.
Liebliche Spätlesen passen zu Frischkäse. Edelsüße
Varianten eignen sich als Aperitif oder zu Desserts. |
|
Mehr zum Riesling...
|
|
[ nach oben ]
|
|
|
Sankt
Laurent - Der kraftvolle
Pfälzer |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Die Herkunft der Sankt Laurent-Traube ist unbekannt. Die ältesten bekannten
Vorkommen finden sich im Elsaß. Ihren Namen erhielt die Traube
eventuell durch den
Kalenderheiligen St. Laurentius. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Die Traube wird vor allem in der Pfalz angebaut. Aber auch in Rheinhessen ist
Sankt Laurent immer häufiger anzutreffen. |
|
Anbautendenz
|
Eine weitere Verbreitung auch in anderen Gebieten zeichnet sich ab. Der St. Laurent
wird zukünftig wahrscheinlich vermehrt für
Cuvées verwendet werden. |
|
Geschmacksprofil
|
Die St. Laurent Weine sind vollfruchtig, samtig und nachhaltig. Die Farbe und der Gerbstoffgehalt ist
kräftiger als die des Spätburgunders. Das Bukett weist Frucht (Wildkirsche)- und Beerenaromen
(Holunderbeeren) auf . Die Weine sind gut für den Barriqueausbau geeignet. |
|
Passt zu
|
St. Laurent-Weine passen zu Wild, Rinderbraten mit kräftigen Soßen, Schinken,
Salami sowie zu kräftigem Käse. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Scheurebe
- Der Allrounder |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Die Scheurebe ist eine Kreuzung zwischen Riesling und Silvaner die 1916 von
Georg Scheu gezüchtet wurde. In Österreich wird
die Scheurebe auch Sämling 88 genannt. Es war der
88. Sämling, der die Scheurebe hervorbrachte. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Das bedeutenste Anbaugebiet für die Scheurebe ist Rheinhessen. Kleinere Flächen
finden sich in der Pfalz, an der Nahe und in Franken. |
|
Anbautendenz
|
Die Scheurebe belegt ca. 3% der deutschen Rebfäche. Nach einem Boom in den 70ern
ist die Rebfläche nun abnehmend. |
|
Geschmacksprofil
|
Der Wein weist ein leichtes Rieslingbukett auf, das z.T. muskatartig
ist. Das Bukett erinnert an schwarze Johannisbeeren (Cassis), Mandarinen, reife
Birnen und Holunder. |
|
Passt zu
|
Leichte Kabinettweine eignen sich als abendliche Trinkweine, trockene
bis halbtrockene Spätlesen passen zu kräftigen Fleischspeisen, Geflügel und
zu besonders gut zu Wokgerichten. Edelsüße
Spätlesen und Auslesen passen zum Dessert. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Schwarzriesling
(Müllerrebe) - Der Verwandte des Burgunders |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Der Schwarzriesling ist wahrscheinlich die Ursorte der Burgunderfamilie. Mit
dem Riesling ist er nicht verwandt. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Die Traube wird vor allem in Württemberg angebaut. Aber auch in Franken, der
Pfalz und Rheinhessen ist der Schwarzriesling immer häufiger anzutreffen. |
|
Anbautendenz
|
In den 80er Jahren stieg die Anbaufläche auf
niedrigem Niveau stark an. Heute stagniert die Anbufläche.
|
|
Geschmacksprofil
|
Das Aroma ist fruchtig (Süßkirsche, Himbeere, schw. Johannisbeere), aber ohne die Tiefe des Spätburgunders. Die Farbe
ist rubin- oder ziegelrot. In Württemberg ist der
Schwarzriesling Bestandteil des Schillerweines.
Er ist gut für Sekte geeignet. |
|
Passt zu
|
Als
spritziger Weißherbst eignet er sich gut als Sommerwein, passt aber auch zu
Terrinen und Vorspeisen. Kräftigere Varianten passen
zu Braten und Wild. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Silvaner
- Totgesagte leben länger! |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Es scheint, als weise der Silvaner durch den Namen auf seine geografische Herkunft hin. So
wird vermutet, er stamme aus dem rumänischen Transsylvanien. Dagegen spricht
allerdings, dass die Rebe den dortigen kalten Winter eigentlich nicht überstehen
würde. Wahrscheinlich ist er aus Wildreben an der Donau ausgelesen worden. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Silvaner wird viel in Rheinhessen angebaut. Weitere Anbaugebiete sind
Franken und die Pfalz. |
|
Anbautendenz
|
Bis Ende der 60er Jahre war der Silvaner die
wichtigste Rebsorte in Deutschland. Seitdem ist
der Anbau sehr stark zurückgegeangen. In jüngster Zeit
erlebt er in Rheinhessen und Franken aber
wieder eine Renaissance.
|
|
Geschmacksprofil
|
Die Weine des Silvaners sind füllig, stoffig, manchmal gar wuchtig. Der Duft
ist dezent, mitunter erdig. An Aromen sind Basilikum,
Garn, Farn und Holunder auszumachen. |
|
Passt zu
|
Die herzhaften Silvaner-Varianten schmecken sehr gut zu kräftiger, regionaler
Küche. Silvaner aus Franken passen wunderbar zu Fisch und die Rheinhessen und
Pfälzer Silvaner harmonieren besonders gut mit
Spargel. Edelsüße Auslesen eignen sich als Aperitif
oder zum Nachtisch. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Spätburgunder
- Für lange Winterabende |
|
Herkunft/Kreuzung
|
Der Spätburgunder ist evtl. aus Mutation der Müllerrebe entstanden. Er wird
zur Burgunderfamilie gerechnet. Im 18. Jahrhundert soll der
"Pinot noir" (so das Synonym) aus dem Burgund an die Ahr gebracht worden
sein |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Die meisten Spätburgunderreben stehen in Baden. Von weiterer Bedeutung für den
Anbau sind noch die Ahr, Rheinhessen, die Pfalz
und Württemberg. |
|
Anbautendenz
|
Der Spätburgunder ist die meistangebaute Rotweinsorte
in Deutschland. Sie ist sowohl bei den Winzern als
auch bei den Verbrauchern sehr beliebt. Trotz des
schon sehr hohen Anbauanteils, steigt die bestockte
Rebfläche weiter an.
|
|
Geschmacksprofil
|
Spätburgunder sind vollmundig, samtig, mit einem feinen, an Bittermandeln erinnerndes Aroma.
Den Geschmack der traditionellen Ausbauform prägen Reife,
Gerbstoffarmut und
eine feine Säure. Moderne Spätburgunder weisen ein kräftiges Rot auf, besitzen
mehr Gerbstoff und weniger Säure. Besonders in Jungweinen
kann die Frucht des Weines an die von Brombeere, Erdbeere
und Kirsche bis hin zur schwarzen Johannisbeere erinnern.
Im Alter gleicht sie mehr Nüssen mit einem zarten Bitterton |
|
Passt zu
|
Spätburgunder passt zu kräfigen Braten, zu Wild oder Käse. Weißherbste eignen
sich zu Vorspeisen und Terrinen. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Trollinger
- Der Schwabentrunk
|
|
Herkunft/Kreuzung
|
Der Name deutet auf den Ursprung Südtirol
hin. Aus dem Wort "Tirolinger" soll der "Trollinger" entstanden
sein. Der Trollinger ist in Deutschland zuerst in
der Pfalz angebaut worden, später dann auch in Württemberg. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Trollingerweine werden in Deutschland fast auschließlich
in Württemberg angebaut.
|
|
Anbautendenz
|
Die Anbaufläche für
Trollinger ist seit Jahren mehr oder weniger auf
dem gleichen Niveau geblieben.
|
|
Geschmacksprofil
|
Trollinger sind süffige Trinkweine, mit einem feinblumigen Duft. Manchmal taucht
ein feiner Muskatton oder das Aroma von Wildkirschen
oder schw. Johannisbeere auf.
Die Farbe ist meist hellrot. |
|
Passt zu
|
Der Trollinger passt gut zu
Geflügel, leichten Käsesorten oder zur kräftigen Brotzeit, eignet sich auch als
abendlicher Trinkwein. |
|
[ nach oben ]
|
|
|
Weißburgunder (Pinot blanc)
- Der Sommerwein
|
|
Herkunft/Kreuzung
|
Der weiße Burgunder ist eine Mutation aus der Burgunderfamilie.
Aus der Urform, dem Blauen Burgunder, mutierte zunächst der Grauburgunder. Der
Weiße Burgunder ist schließlich eine weitere Mutation
des Grauburgunders. |
|
Verbreitung in Deutschland
|
Der meiste Weißburgunder wird in Baden angebaut. Weitere Bedeutung haben die
Pfalz und Rheinhessen. |
|
Anbautendenz
|
Der weiße Burgunder hat momentan die stärksten
Zuwachsraten aller Weißweinsorten in Deutschland.
|
|
Geschmacksprofil
|
Weißburgunder besitzen meist eine angenehm erfrischende Säure und ein dezentes Aroma, das an Apfel, Birne,
Mango, Aprikose oder Ananas erinnert. |
|
Passt zu
|
Spritzige Weißburgunder eignen sich gut als Sommerweine zu leichtem
Essen, wie z.B. Spargel. Kräftigere Weißburgunder eigenen sich auch zu Fisch
(Lachs, Karpfen), Schweinefleisch, oder zu Nudelgerichten. Ebenso passen sie
zu Geflügel und Meeresfrüchten. |
|
[ nach oben ]
|
|

|
|
|