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Weinprobe zu Hause - "Die Vorbereitung" (Teil 1)


Weine wollen probiert werden. Wer das nicht nur mit einem Wein und nicht allein macht, hat noch mehr davon. Private Weinproben ermöglichen es nicht nur, alte Kellerfavoriten oder künftige Lieblingstropfen auf den Prüfstand zu stellen. Noch wertvoller ist der Spaß bei einem solchen Heimtest. Denn das ist die Regel Nr. 1: "Bierernst" darf eine Weinprobe nicht sein und Sie müssen kein Weinkenner sein, um dazu einzuladen. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps für einen gelungenen Testabend.

  




Schon die Auswahl der Weine sollte gut bedacht werden.
© Reto Fetz/ PIXELIO

Die Auswahl der Weine

Eine wichtige Regel bei der Auswahl der Probenweine ist: Nicht zu viele und zu unterschiedliche Weine aussuchen. Für eine Weinprobe im privaten Kreis sollten Sie mindestens vier und nicht viel mehr als ein Dutzend Weine wählen. Eine 0,75 l Flasche reicht maximal für 14 Personen. Vermeiden Sie bei weniger versierten Weinkennern die gemeinsame Verkostung von Weiß- und Rotweinen oder süßen und trockenen Weinen, damit sie die Geschmacksnuancen erkennen können. Servieren Sie trockenere vor milderen Weine, jüngere vor älteren Weinen und Qualitätsweine vor Kabinett, Spätlese, Auslese und so fort.

 

Interessant wird es auch, wenn Sie ein Thema für die Weinprobe wählen. Sie können beispielsweise eine Rebsorten-Probe machen. Das geht mit unterschiedlichen Rebsorten ebenso wie mit gleichen Rebsorten aus verschiedenen Lagen, Regionen oder Ländern. Eine Jahrgangsprobe mit gleichen oder ähnlichen Weinen aus unterschiedlichen Jahren bietet sich gerade beim Jahrhundertjahrgang 2003 an. Aufschlussreich sind auch Proben aus einer Region mit sehr unterschiedlichen Preisen.

 

 

Die Umgebung

Der Probierraum sollte nicht zu dunkel sein. Schaffen sie möglichst neutrale Lichtquellen, die es erlauben, Farbe und Beschaffenheit des Weins in Augenschein zu nehmen. Das gelingt am besten vor einem weißen Hintergrund, wie etwa einem entsprechenden Tischtuch. Stärkere Geschmacks- oder Geruchseindrücke zum Beispiel Zigarettenrauch oder starke Parfüms stören eine Weinprobe.

 

 

Das Servieren

Rotweine können bereits Stunden vor einer Probe geöffnet werden, damit sie Gelegenheit haben zu "atmen". Am besten gelingt dies durch das Umfüllen in eine Karaffe. Das gilt besonders für starke und noch jüngere Barrique-Weine. Weißweine sollten erst unmittelbar vor der Weinprobe geöffnet werden. Das Glas sollte für eine Probe ca. zwei bis drei Zentimeter gefüllt sein. Es empfiehlt sich den Wein vorab selbst zu probieren, um Fehler wie Korkgeschmack auszuschließen.

 




Das von der DLG mitentwickelte "Sensus-Glas" ist speziell für Weinproben konzipiert worden.

Das Glas

Ein schöner Auftakt für eine Weinprobe ist das Probieren desselben Weines aus einem Bier- und einem Weinglas. Den Unterschied merkt jeder und er zeigt, wie wichtig das richtige Glas zum richtigen Wein ist. Die Form des Glases bestimmt nicht unerheblich den Eindruck, den ein Wein hinterlässt. Das Weinglas sollte dünnwandig sein und sich nach oben verjüngen, damit die Aromastoffe nicht entweichen und besser an die Nase gelangen. Ein längerer Glasstiel stellt sicher, dass die Weintemperatur nicht durch anfassen des Glaskörpers verändert wird. Wichtig: Stellen Sie jeweils ein gleiches Set für jeden Wein zur Verfügung und sorgen Sie durch gutes Ausspülen mit Wasser, oder besser mit dem Probenwein, dafür, dass die Gläser keinen Eigengeschmack haben.

 




© Rainer Sturm / PIXELIO

Die Temperatur

Die Temperatur kann einen Wein noch mehr beeinflussen als die Glasform. Auch hier bietet sich ein aufschlussreicher Vortest in einer Probenrunde an. Servieren Sie den gleichen Wein zu warm, zu kalt und richtig temperiert. Der Unterschied ist sofort schmeckbar. Achten Sie daher auf die richtige Temperatur bei den Weinen: Weiß- und Roséweine trinkt man bei 10 bis 11 Grad Celsius. Rotweine bei 16 bis 18 Grad Celsius (also kälter als die immer wieder zitierte Zimmertemperatur). Wer die genaue Temperatur exakt kontrollieren möchte, sollte sich ein spezielles Weinthermometer besorgen. Denken Sie auch daran, dass die Zimmertemperatur stets zu warm für einen Wein ist. Sorgen Sie daher auch bei Rotweinen für eine gute Vorkühlung oder entsprechend Kühlbehälter.






 
     

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