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Wein Kennen und Genießen


In diesem Buch findet sicher jeder Weinfreund etwas, das ihn besonders interessiert. Die Autorin hat thematisch in die Vollen gegriffen und kann in dem 220 Seiten starken Buch zu allen relevanten Wein-Themen Interessantes berichten.

 

Zunächst nähert sich Joanna Simon dem "Wein" sehr verbraucherfreundlich, indem sie verschieden Stilarten (spritzig-mittelschwer, kräftig-körperreich,…) beschreibt und erläutert, welche Weine dort einzuordnen sind. Bei der sich anschließenden Vorstellung einzelner Rebsorten offenbart sich leider schon die Schwäche des Buches: Der Anspruch der thematischen Vollständigkeit bei beschränktem Platz gehen mitunter zu Lasten der Tiefe. Den 10 wichtigsten Rebsorten wird noch genügend Raum gewährt, aber für Silvaner, Kerner und Scheurebe werden lediglich mit ein oder zwei Sätzen behandelt.

 

Die Weinverkostung

Dem Abschnitt "Weinverkostung" wird – sehr lobenswert- genügend Platz eingeräumt. Auch hier kommt der Laie nicht zu kurz. Einer ausführlichen Schilderung der Verkostung folgt die Erläuterung der gängigsten Begriffe aus der Weinsprache. In einer Übersicht erfährt man zudem, welche Weine nach Pfirsich, Tabak oder Pfeffer schmecken. Die umgekehrte Zuordnung „Wein zu Aroma“ wäre aber auch sehr hilfreich gewesen.

 

Experimentierfreudige Weintrinker werden an Kapitel „Welt der Weine“ ihre Freude haben. Hier werden auf der Basis: "Mögen Sie…, dann probieren Sie doch…" Weine ähnlichen Stils vorgestellt. Wie in so vielen anderen Weinbüchern auch, kommen die deutschen Weine hier aber wieder mal zu kurz.

 

Wein und Essen

Der Abschnitt Essen und Wein wirkt am gelungensten. Nach einem sehr informativen Grundsatztext, widmet sich die Autorin u.a. speziellen Zutaten (Sojasoße, Räucherfisch, Artischocken), die die Auswahl des Weines schwierig machen können.

 

Die 3 Kapitel zu Anbau, Kauf und Lagerung sind knapp, enthalten aber die wichtigsten Informationen zu den Themen. Endlich erfährt man auch mal, wie ein Eichenfass gemacht wird.

 

Die Weinbauregionen

Auf den letzten 50 Seiten versucht die Autorin dann das Unmögliche und stellt die Weinbauländer und –regionen der Welt vor. Gut bedient sind hier noch Freunde französischer Weine, aber schon bei Italien, Spanien und Portugal wird aus Platzgründen sehr bündig und komprimiert vermittelt. Weinprofis kommen hier zu kurz und Laien dürfte die Informationsdichte zu hoch sein.

 

Fazit:

Wein Kennen und Genießen ist ein Verbraucher-Weinbuch, das erstaunlich viele Themen beinhaltet, die in den meisten Fällen auch ausreichend tief behandelt werden. Leider bricht das Buch ausgerechnet im letzten Kapitel ein. Die Rest des Bandes, die vielen guten inhaltlichen Ideen und die sehr ansprechende Bebilderung machen das Buch aber dennoch sehr empfehlenswert. Und das Thema "Essen und Wein" ist so gelungen verfasst, dass man dort immer mal wieder gerne nachschlägt.

 


Der "Wein - Kennen und Genießen" kann beim
DLG-Verlag online bestellt werden.
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(ki)






 
     

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