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Liebestrünke - Mythen, Riten, Rezepte


Liebe geht bekanntlich durch den Magen, das betrifft nicht nur das Essen, sondern auch das Trinken. Das älteste bekannteste Aphrodisiakum ist wohl der Wein. Kurt Lussi hat sich eingehend mit den verschiedenen Fassetten der Liebestrünke befasst und daraus ein kurzweiliges Buch gemacht.

 

Gibt es Liebestränke?

Natürlich gibt es ihn nicht, den Liebsetrank, der die Angebetete in das Wesen verwandelt, das der abgewiesene Liebende sich in kühnen Träumen vorstellt. Auch wird es aus dem Mann keinen nimmermüden Liebhaber machen. Aber etwas ist dran an Liebestränken. Der Autor sagt es so: „Seine Wirkung besteht vor allem darin, dass er … Bewusstseinszustände erzeugt in denen natürliche Fantasien und Wünsche hervortreten, die sonst vielleicht durch anerzogene Hemmungen verdrängt werden.“

 

Gefährliche Liebestränke

Liebestränke kamen vor allem im Mittelalter „zum Einsatz“. Auch Fürsten und Könige scheuten sich nicht, Tränke mit recht zweifelhaften Ingredenzien wie Kröten und Schlangenpulver einzusetzen. Manch einer der Könige dürfte durch einen solchen Trank wahrscheinlich eher als nötig verschieden sein. Wie weit verbreitet Liebestränke im Mittelalter waren mag daran zu erkennen sein, dass auch „Mixturen wider einem Liebestrank“ guten Absatz fanden.

 



Mythen, Riten, Rezepte

Um viele der Liebestrünke reihen sich Mythen, die Lussi in seinem Buch erläutert. Eine in den Alpenländern (v.a. der Schweiz) auch heute noch weit verbreitete Spezialität, der Rosoli, wurde gerne als Mutmacher für die Brautwerbung eingesetzt. Auch der legendäre Absinth, besonders von den Künstlern des späten 19. Jahrhunderts geliebt, wurde aufgrund seiner dem Cannabis ähnlichen Wirkung zunächst als Liebestrank hoch geschätzt, bis man die giftige Wirkung des damals im Absinth enthaltenen Stoffes Thujon erkannte. Daraufhin wurde das er nach und nach in allen Europäischen Ländern verboten.

 

Damit die ganze Angelegenheit aber nicht zu theoretisch wird, findet der Leser auch eine große Anzahl an Rezepten für „Liebestrünke“ im Buch. Die Verantwortung für die Wirkung der Tränke lehnen Autor und Verlag allerdings ab…

 

Diese und viele andere Geschichten erfährt man in „Liebestrünke“ von Kurt Lussi. Das 120 Seiten starke, gebundene Buch aus dem AT-Verlag ist für 21,90 € erhältlich. Ein Genuss ist es auf jeden Fall.


Onlinebestellung:

Liebestrünke kann beim DLG-Verlag online bestellt werden.
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(ki)






 
     

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