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"Bitte kein Bit" – Portrait des Winzers „Roman Niewodniczanski“




Roman Niewodniczanski - bringt mit seiner Weinbauphilosophie eine Ganze Region auf Trapp.

Der Erfolg scheint der Familie in die Wiege gelegt worden zu sein. Der Vater ehemaliger Geschäftführer der Bitburger-Getränkegruppe und der Sohn einer der erfolgreichsten Quereinstiegs-Winzer an der Saar, der mit seiner Weinbauphilosophie eine ganze Region auf Trapp bringt. Die Rede ist von Roman Niewodniczanski.

 

"Niewodniczanski" - Den Namen wird man sich merken müssen

Roman Niewodniczanski macht seit einiger Zeit Rede von seinem Wein, der einem, anders als sein Name, ausgesprochen leicht über die Zunge geht. Der Wirtschaftswissenschaftler hatte schon während seines Studiums den Wunsch, ein Weingut das Spitzenweine hervorbringt zu führen.

 

3 Jahre systematisches Suchen führten den Quereinsteiger im Jahr 2000 an die Saar, nach Wiltingen. Dort erwarb er das renommierte, aber heruntergekommene Weingut "Van Volxem", das alles vereinte, was sich der Jungwinzer erträumte: Dramatisch steile Hänge, skelettreiche Schieferböden und eine Weinbaugemeinde mit hoher Anzahl unterschiedlicher Terroirs.

 

Den Riesling wieder zur Weltspitze führen

Die gut 20 Hektar Steillagen hat Roman Niewodniczanski fast ausschließlich mit Riesling bepflanzt. Das hat auch seinen Grund, denn die Saar-Region war vor über 100 Jahren weltbekannt für ihre Spitzen-Rieslinge. So wurden auf der Weltausstellung in Paris deutsche Rieslinge zu den besten Weinen der Welt gekürt. Niewodniczanski Ziel ist es, genau da wieder anzuknüpfen.


Auf traditionellem Wege, eigenständige Weine bereiten

Die Philosophie auf dem Weingut "Van Volxem" ist es, die Weinqualität schon direkt im Weinberg zu erzeugen und im Weinkeller lediglich den Weinstil zu beeinflussen. Dazu gehören eine umweltschonende Bewirtschaftung, der weitgehende Verzicht auf technische Hilfsmittel wie industrielle Hefen, Enzyme und synthetische Hilfsmittel, sowie der Einsatz von alten Reben und eine bewusste Beschränkung der Hektarerträge. Bedingt durch die Steillagen, ist ein Großteil der Arbeit auch noch echte Handarbeit. Und da Handarbeit teuer ist, ist man quasi gezwungen Spitzenweine zu erzeugen, wenn man als Winzer schwarze Zahlen schreiben will. Und das ist besonders dem Wirtschaftswissenschaftler Niewodniczanski ein wichtiges Anliegen.

 

Mit seiner Weinbauphilosophie will der Winzer nach eigenen Worten keinen neuen Weinstil hervorbringen, sondern eher versuchen auf traditionelle Weise das Beste aus dem Berg zu holen. Ein Weg der Erfolg versprechend ist, wie die Weinkritiker bestätigen. Die Natur leistet ihm da an der Saar sogar noch Hilfe, denn die Region gehört mit zu den kühlsten Weinbauregionen, was eine extrem lange Reifezeit für die Trauben mit sich bringt. Dadurch können sich im Riesling sehr intensive Aromastoffe bilden, die durch den Schiefer im Wein elegant und frisch herüber kommen.




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Das "Saar-Riesling-Projekt": Wirtschaftsmotor für eine ganze Region

Alles hat sein Grenzen, so auch die Bewirtschaftungsgröße des Weinguts Van Volxem. Die ist bei Roman Niewodniczanski mit seinen eigenen etwa 20 Hektar bereits erreicht. Doch der Winzer wollte noch mehr erreichen. So initiierte er das Saar-Riesling-Projekt: Auf einer 10 Hektar großen Fläche bewirtschaften sechs Vertragswinzer Steillagen nach seinen Vorgaben. Diese sind zwar nicht ganz so streng wie die für sein eigenes Weingut, aber reichen aus, auch hier Spitzenweine zu erzeugen. Der vor der Lese bereits festgelegte Preis für die Trauben ist unabhängig von der Lesemenge und liegt erheblich über dem, den die Winzer früher bei der Winzergenossenschaft erhielten. Für die Winzer eine relativ sichere Sache und für die Region inzwischen ein richtiger Wirtschaftsmotor. Ich denke, man wird in Zukunft noch mehr aus der Region hören.


(ki)






 
     

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