Großmutters Rezepte von damals zum Wein von heute

Wer erinnert sich nicht gerne an Großmutters alte Rezepte, die immer noch etwas Besonderes sind, auch wenn (oder gerade weil?) sie nicht immer den Erkenntnissen der modernen Ernährungslehre entsprechen. Dass die alten Schätze durchaus zu modernen deutschen Weines passen, zeigen unsere 3 Rezepte aus der schwäbischen Küche mit den passenden Weinempfehlungen. 

 Maultaschen

Zutaten:
300g Mehl, 4 Eier, Salz, 1TL und weiche Butter zu einem Nudelteig verkneten.
Fülle von 200 g Braten oder Schinkenabfall
4 Brötchen
1 Ei
Salz, Pfeffer, Muskat, Zwiebel, Petersilie
1-1 1/2 Pfund frischer Spinat
20 g Speck
20 g Butter
Man bereitet einen ziemlich festen Nudelteig und wellt längliche Kuchen aus. Der Speck wird in kleine Würfel geschnitten, in der Butter glasig gedämpft, fein gewiegte Zwiebel und Petersilie mitgedämpft, dann gekochte, gewiegte Spinat und die vorbereiteten Brötchen zugegeben.
Man gibt dieses mit dem Ei in eine Schüssel zu dem gewiegten Fleisch, würzt die Masse und streicht diese Fülle gleichmäßig auf die Nudelkuchen, rollt sie zusammen und schneidet schräge Vierecke davon ab.
Die Maultaschen kocht man 8-10 Minuten in Salzwasser und überschmelzt sie mit geösteten Weckbrosamen.
Unsere Weinempfehlung: Kerner Elegance 

 | 
|  Erst unten, dann obern einschlagen und die Ränder mit Eiweiß verkleben
|


 | 
|  Mit dem Kochlöffel werden Portionsstücke abgedrückt
|


 | 
|  Dann mit Messer oder Rädchen durchschneiden
|


 | 
|  Die fertigen Maultaschen sind mit Butter und geröstetem Weckmehl bestrichen
|


 Laubfrösche

Zutaten:
20-25 große Spinat oder Mangoldblätter
1/2 Pfund Bratwurstbrät oder Braten
3 Brötchen
2 Eier
Zwiebel
Petersilie, 1 EL Parmesankäse, Salz, Majoran
40 g Butter
Die Spinatblätter werden in einem Seiher mit kochendem Salzwasser übergossen und zum Abtropfen auf ein Brett ausgebreitet. Von den vorbereiteten Brötchen, den Eiern, der gewiegten Zwiebel und Petersilie und den übrigen Zutaten wird die Fülle bereitet; auf jedes Blatt gibt man 1 Löffel Fülle, schlägt das Blatt zusammen und formt den Frosch. In einer Kasserolle lässt man Butter heiß werden, setzt die Frösche hinein, dass das Zusammengeschlagene unten ist, gibt etwas Fleischbrühe dazu und lässt sie im Backofen 1/2 Stunde dämpfen. Beim Anrichten gibt man sie in Buttersoße
Unsere Weinempfehlung: Wein Galerie Müller-Thurgau 

 Kartoffeltorte

Zutaten:
625 g Kartoffeln
16 Eier
375 g feiner Zucker
150 g süße, 30 g bittere Mandeln
1 Zitrone
2 gehäufte Esslöffel Speisestärke oder Kartoffelmehl
Die Kartoffeln werden am vorhergehenden Tage mit der Schale schnell gar, aber nicht weich gekocht, sogleich abgezogen, wenn sie völlig kalt geworden, gerieben und das, was hinter die Reibe fällt, gewogen. Man breitet es auf einer flachen Schüssel auseinander und stellt es bis zum nächsten Tage an einen luftigen Ort. Dann rührt man die Eidotter, Zucker, worauf die Zitrone abgerieben ist, nebst dem Saft und den Mandeln 1/2 Stunden gleichmäßig stark nach einer Richtung, gibt dann die Kartoffeln nach und nach hineien und rührt das von 14 Eiern zu festem Schaum geschlagene Weiße mit dem Stärkemehl leicht, aber gut durch. Die Form muss, wie zu allen guten Kuchen, vorher zugerichtet sein, damit die fertige Masse sogleich hineingetan und in den Ofen gesetzt werden kann. Man lässt den Kuchen ca. 70 Minuten bei 170°C backen.
Unsere Weinempfehlung: Barock Kerner 
|