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Sommerküche


Zeitlich hätte der GU-Verlag es besser nicht treffen können. Am Ende eines der gefühlt längsten Winter der Geschichte, ein Kochbuch über die Sommerküche herauszubringen, das mit sommerlich-frischen Bildern nur so geschpickt ist - Das kann man gutes Timing nennen. Aber wie sieht es mit dem Rest des Inhalts aus?


Zunächst: Die Optik

Die Optik ist bei einem Kochbuch ja nicht ganz unwichtig. Sie soll uns Lust darauf machen, die Rezepte auszuprobieren und es entsteht schon mal etwas wie Vorfreude auf das Resultat unserer Bemühungen. Eigentlich eine gute Mischung. Salopp formuliert, hat man sich bei GU wohl gesagt: "Da geht doch noch mehr!" - und hat ein sehr reich bebildertes Kochbuch veröffentlicht. Auf jeder zweiten, dritten Seite treffen wir auf stimmungsvolle Sommerbilder von Kindern, Obst, Früchten und andere ländlichen Motive.

Nun ist es zu Zeiten des Erfolges von Zeitschriften wie "Landlust" sicher keine schlechte Idee, "auf den Zug aufzuspringen". Bei der Vielzahl an "Sommermotiven" gerät das Buch aber etwas in Gefahr, eher einem Bildband zu gleichen. Die durchweg guten Rezepturen reißen es aber wieder raus.

 

Neue Wege bei der Kategorisierung
Wie bei der Optik, ist man auch bei der Kategorisierung der Rezepte neue Wege gegangen. Statt einer herkömmlichen Sortierung wurde nach Kriterien, die den Sommer ausmachen kategorisiert. So finden sich Rezepte zum Thema Landpartie (Picknick), Sommernachtstraum (Feiern, Grillen), Hitzefrei (Erfrischendes bei Hitze) oder Ferienlaune (Mediterrane Küche). Zu allen Gerichten gibt es Fotos, die mitunter gleich drei oder vier der Speisen enthalten, was ich für recht gelungen halte.


Und was ist nun die Sommerküche?

Kommen wir zur Hauptsache: Den Rezepten. Hier bietet das Buch 150 Rezepte praktisch quer durch den Sommer. Für den Start in den Sommer gibt es da z.b. Erbsen-Kartoffelküchlein mit Koriander, Grüner Spargelrisotto oder ftrittierte Holunderblüten. Zur Landpartie kann ein Oliven-Kräuter Brotfladen, Bulgur-Kichererbsen-Salat und Sauerkirschsirup mitgenommen werden. Zum Feiern und Grillen empfehlen sich frittierte Kräuter, Stockbrot, Kräutermakrelen und Pfirsichbowle mit Rosenblättern. Mit Seeteufel auf Oliven-Artischocken-Sauce, Zitronenhuhn an Honigfeigen und italienischem Zitronenlikör wird es dann mediterran. Auch einige Rezepturen für Chutneys, Marmeladen und Essig fehlen nicht, wenn das Angebot aus dem Garten im Hochsommer so reichlich ist, dass nicht alles gleich verzehrt werden kann.

"Sommerküche" ist zwar reich bebildert, enthält aber dennoch eine ansehnliche Anzahl an Rezpten ohne dabei ein "Schwergewicht" zu sein. Das liegt daran, dass auf alles textliche Drumherum verzichtet wurde. Wer also gute Gerichte für den Sommer sucht, sich dabei gerne von stimmungsvollen Bildern inspirieren lässt und auf Glossar, Küchenratgeber und einleitende Texte verzichten kann, sollte zugreifen.


"Meine Küche" kann beim DLG-Verlag online bestellt werden. Schauen Sie sich auch unser weiteres Weinbuchsortiment an!

(ki)






 
     

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