All-in-one -Das Warenkunde-Küchenpraxis-Rezeptbuch

 |  | |  Warenkund, Küchenpraxis und Rezeptteil in einem Band vereint
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Das Große Buch vom Käse aus dem Teubner-Verlag ist in erster Linie ein Buch für Käseliebhaber und Menschen, die etwas über Käse wissen wollen. In zweiter Linier ist es aber auch ein sehr guter Rezeptband. Das hört sich an, als wäre das der Versuch, die eierlegende Wollmilchsau in Buchform zu schaffen. Und in der Tat: Das ist den Autoren zu ein gutes Stück weit gelungen.
Das große Buch vom Käse ist in 3 große Bereiche aufgeteilt:
Warenkunde
Das Buch beginnt mit dem warenkundlichen Teil, der neben historischen Informationen zum Käse, die Herstellung und den Reifungsprozess erläutert, sowie endlich einmal den Unterschied zwischen F.i.Tr., fettfreier Käsemasse und tatsächlichem Fettgehalt erklärt. Die Informationen sind gebündelt, aber gut verständlich und gut geeignet, die Zeit, in der z.B. der Auflauf im Ofen gart, sinnvoll zu nutzen.
Hauptbestandteil der Warenkunde ist jedoch das Käse-Lexikon, dass einem die internationalen Vertreter aller Käsefamilien in Wort mit (Teubner-typischen) sehr guten Bildern näher bringt. Das funktioniert aber auch umgekehrt: Wer einen Käse erworben hat – und mehr zu Herstellung,. Aroma, Produktionsmenge oder verwandten Käsesorten wissen, will, wird über das Register schnell fündig.
Küchenpraxis
Der Teil zur Küchenpraxis ist mit 12 Seiten recht kurz, schneidet aber alle wichtigen Themen, wie Einkauf, Lagerung, Käseverarbeitung und sogar die verschiedenen Schmelzverhalten an. Mehr, hätte das Buch wahrscheinlich nur unnötig aufgebläht.
Rezepte
Die letzten 90 Seiten des Buches enthalten ausgewählt gute Käserezepte, oft mit Bildern zu den einzelnen Arbeitsschritten. Hier haben auch die Fotografen noch einmal ihr Bestes gegeben. Die Fotos der Speisen allein sind den Kauf des Rezeptbandes wert. Als Hobbykoch und Käsefreund hätte ich mir hier noch ein paar mehr Rezepte gewünscht.
Käse und Wein
Etwas Unglücklich aus meiner Sicht ist lediglich, das der einzig wirkliche Kritikpunkt am Ende des Bandes zu finden ist. Die zweieinhalb Seiten zu Käse und Wein sind zu kurz und eher allgemein gehalten. Wäre stattdessen zu jedem Käse aus dem Lexikon passende Weine vorgeschlagen worden, wäre das Buch perfekt.

(ki) 
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