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Wein und Brot: Eine Kulinarische Partnerschaft

 |  | |  Wein udn Brot: "Die Aromen müssen zueinander passen" (Bild: DWI/Faber)
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Brot ist eines der ältesten Nahrungsmittel der Welt und auch heute noch eine zeitlose Köstlichkeit. Wenn es frisch und duftend mit guter Butter aufgetischt wird, ist allein Genuss für viele Zeitgenossen ein Stück Lebensqualität. Sowohl in der Qualität als auch in der angebotenen Vielfalt sind wir Deutschen in Bezug auf Brot absolute Weltmeister.Gleiches gilt für Wein. Seit Jahrhunderten in Deutschland kultiviert, ist deutscher Wein in seiner Vielfalt weltweit unübertroffen.
Brot und Wein - das ist eine kulinarische Partnerschaft mit langer Tradition, die sich bis zu Abraham im Alten Testament zurückverfolgen lässt. Den Gewohnheiten der Mittelmeerländer folgend, wird auch bei uns zum Wein stets Weißbrot gereicht. Aber die Geschmacksvariationen von Wein, Brot und Brötchen bieten weitaus größere Möglichkeiten. Die Brot- und Weinexperten der DLG haben gemeinsam neue Geschmacksspektren für Sie ausprobiert.
Wichtiger Grundsatz bei der Suche nach einer Speisen/Weinkombination: Aromen sollen zueinander passen (z.B. Nussaromen eines Brotes ergänzen sich mit den Beerenaromen des Rotweins). Die Grundgeschmacksarten sollen sieh nicht verstärken, da Sie sich sonst geschmacklich potenzieren.  Folgende Kombinationen harmonieren vortrefflich miteinander:

 | Zum trockenen Rotwein: 2003 Spätburgunder Rotwein trocken, Badischer Winzerkeller, Baden (Bezugsquelle: www.wein.de, DLG Kontrollnr. 10100504, Sesambrötchen, Nussbrötchen, Nussbrot, Simonsbrot Sojabrötchen.
|  | Zum trockenen oder halbtrorkenen Weißwein: 2002 Silvaner Weingalerie trocken, Gebietswinzergenossenschaft Kitzingen, Franken (Bezugsquelle www.wein.de, DLG Kontrollar. 30102503): Buttermilchbrot, Käsebrötchen Grahambrötchen, Sonnenblumenbrot.
|  | Zum halbtrockenen Weißherbst bzw, Rose: 2003 Spätburgunder Weißherbst halbtrockenen, Badischer Winzerkeller, Baden (Bezugsquelle www.wein.de, DLG Kontrollnr.10100404): Schinkenbrötchen, Schwarzwälder Brot, Zwiebelbrot, Steinofenbrot |

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Infobox: BROT
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Das erste Brot Das erste Brot wurde wahrscheinlich vor 2000 Jahren von den Ägyptern gebacken.
Damals kannte man noch keine Backtriebmittel, so dass im Prinzip jedes Brot ein
Fladen war. Erst durch einen Zufall wurde der Sauerteig erfunden. Ein Stück Teig
für die Fladenzubereitung blieb zu lange liegen, fing unbemerkt an zu gären und
wurde gebacken. Die Ägypter stellten erstaunt fest, dass das Brot nicht
verdorben war, sondern einen neuen "interessanten" Eigengeschmack entwickelt
hatte und außerdem eine viel lockerere Struktur als
Fladenhatte. Den Weg nach Europa fand das Brot über Israel und Rom. Die Römer erkannten
die politische Bedeutung einer gelungenen Agrarpolitik, in der Brot eine
bedeutende Rolle spielte und förderten den Getreideanbau zu diesem Zwecke.
Das Brot im Wandel: Vom Kugelbrot zum Brötchen Die Gallier entdeckten schließlich, dass man Brot auch sehr
gut mit Bierhefe zubereiten kann. Das gallische Hefebrot wurde schell zum
"Renner" und hatte schon im 4, Jahrhundert n.Chr. einen hervorragenden Ruf.
Später, die Gallier waren inzwischen zu Franzosen geworden, gab es so etwas wie
eine kleine Sensation. Man trennte sich in Frankreich von der halbgewölbten Form
des Broten und formte den Teig zu Kugeln. Nach diesen Boules sind übrigens auch
die französischen Bäcker, die Boulangers, benannt. Frei übersetzt, könnte man
sie als Kugeldreher bezeichnen. Damals hatte man wenig für die Kruste des
Brotes übrig. Man aß lieber die Krume. Das änderte sich aber mit der Zeit. Im 17
Jahrhundert wurden Brote vermehrt in einer halbrunden Form gebacken, die mehr
Kruste bot. Diese neuen Brote wurden Franzbrote genannt. Als nächstes wurden
dann die Brötchen erfunden, die eine noch größere Oberfläche und damit noch mehr
Kruste boten.
Ein Karat Getreide Getreide war früher ein sehr wertvolles Nahrungsmittel. So wertvoll, dass es bis
ins 15. Jahrhundert sogar als Zahlungsmittel verwendet wurde. Der Begriff "Karat", der heute als Gewichtseinheit für Diamanten verwendet wird, stammt aus
dieser Zeit, als Normgewichte durch Getreide festgelegt wurden. "Ein Karat
entsprach damals drei Gersten- oder vier Weizenkörnern".
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