Weinglossar

Dieses Glossar wird ständig erweitert. Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Falls Sie einen Begriff vermissen oder eine Frage haben, senden Sie uns bitte eine Mail an m.kindt@dlg.org.

Deckrotwein

Farbstarker Rotwein für die Zusetzung bei farbschwachen Weinen. Der heute so beliebte Dornfelder war lange Zeit als Deckwein im Einsatz.

Degustation

Degustation meint die Weinverkostung, das Probieren des Weins. Um ein Gesamtbild des Weines zu erhalten, gilt es Aussehen, Geruch und Geschmack des Weines zu analysieren. Dabei wird der Wein nicht einfach getrunken – das Schwenken des Glases, das Schnüffeln am Rebensaft, das Kauen und Schlürfen und ebenso das Spucken des Weines gehören zu einer professionellen Weinverkostung dazu, die dementsprechend mit reinem Weingenuss wenig zu tun hat.

Dekantieren

Gemächliches Umfüllen des Weines in eine Karaffe, um ihm Sauerstoff zuzuführen oder vom Bodensatz (Depot) zu trennen. Über den Sinn und Unsinn des Dekantierens wird viel gestritten. Bei jungen Weinen könnte das längere Stehen in der Karaffe zu einer teilweisen Oxidation der Tannine führen und dem Wein damit mehr Harmonie bescheren. Alte Weine sollen (glaubt man den Fürsprechern) ebenfalls von dem Kontakt mit dem Luftsauerstoff profitieren, wobei das Risiko des „Umkippens“ aber ungleich größer ist. Untersuchungen in den USA scheinen andererseits zu belegen, dass das Dekantieren keinen nennenswerten Einfluss auf die Qualität eines Weines hat.

Depot

Als Depot bezeichnet man die Ablagerung von Gerb– und Farbstoffen in älteren Weinen (siehe Bodensatz).

Destillation

Synonym für „Brennverfahren“. Das Verfahren dient der Trennung des Alkohols, einem Teil der Geschmacksträger sowie Wasser von den Festbestandteilen des Weines oder Tresters.