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DLG kürt „Jungwinzer des Jahres“

Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt zum siebten Mal den „Jungwinzer des Jahres“ gekürt. Junge Talente aus allen Anbauregionen Deutschlands bewarben sich in diesem Jahr um den Nachwuchspreis der deutschen Weinwirtschaft. Eine Fachjury wählte aus den besten deutschen Weintalenten die Sieger aus. „Jungwinzer des Jahres“ wurde Johannes Zang vom Weingut Ottmar Zang aus Sommerach (Franken). „Vizemeister“ wurde Markus Schmachtenberger vom Weingut Berthold Schmachtenberger aus Randersacker (Franken). Den dritten Platz belegte Johannes Thörle vom Winzerhof Thörle aus Saulheim (Rheinhessen). Die feierliche Preisverleihung fand am 25. Oktober in Berlin statt.


Vor einer Experten-Jury musste der Winzernachwuchs sein Können und Fachwissen in den Bereichen Oenologie, Wein-Sensorik und Weinwirtschaft in Theorie und Praxis unter Beweis stellen. Für die Endrunde hatten sich die Jungwinzer zuvor über einen Online-Test qualifiziert, der nicht nur Fachkenntnis, sondern auch ein Gefühl für die Branchenthemen der nächsten Jahre erforderte. Die zehn Kandidaten mit dem besten Ergebnis wurden Mitte September nach Frankfurt am Main eingeladen, wo von einer Fachjury die drei Erstplatzierten ermittelt wurden.


Beeindruckt war die Jury vom hohen Fachwissen und weinbaulichen Know-how der Finalteilnehmer, und ein besonderes Lob gab es von ihr für die Sieger: „Die im Rahmen des Wettbewerbs gezeigten Leistungen belegen, dass die deutsche Weinwirtschaft über einen hervorragend ausgebildeten Nachwuchs verfügt. Die Preisträger sind herausragende Talente und Vorbilder einer innovativen und zukunftsstarken deutschen Weinwirtschaft."

Alle Ergebnissse kompakt im DLG-Genussguide 2013





Offizielle Facebook-Site der DLG-Jungwinzer



Johannes Zang (Jahrgang 1984) vom Weingut Ottmar Zang aus Sommerach (Franken) ist als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen und wurde am 25. Oktober in Berlin als „Jungwinzer des Jahres 2012“ ausgezeichnet. Johannes absolvierte eine Winzerlehre im Bio-Weingut Roth in Wiesenbronn/Steigerwald in Franken. Die anschließende Ausbildung zum Weinbautechniker in Veitshöchheim schloss er im Jahr 2007 ab. Praktika führten ihn in das Weingut Dr. Wehrheim in der Pfalz, in die Kellerei Tramin/Südtirol, das Weingut Fürst in Bürgstadt und zu White Haven in Blenheim/Neuseeland. Während seiner Ausbildungszeit arbeitete er im elterlichen Weingut in Sommerach mit. Seit 2008 ist er vollständig in den Betrieb integriert und für die Bereiche Kellerwirtschaft und Weinberge zuständig. Neue Ideen bringt er ein bei der Außendarstellung des Weingutes und der Flaschenausstattung. Die Weiterentwicklung der Weinqualität ist selbstverständlich immer ein aktuelles Thema.

„Wein belebt das Gespräch. Mich begeistert der Kontakt mit vielen interessanten Menschen, die guten Wein schätzen. Das gibt mir Ansporn, besser zu werden und mich weiter zu entwickeln. Bei uns in Franken spielt natürlich der Silvaner die Hauptrolle. Unter dem Label „J 40“ (40 Jahre alte Silvaner-Reben) habe ich den Wunsch nach einem eigenen Wein realisiert. Der sehr schonende Ausbau auf der Hefe ergibt einen eleganten und ausdrucksstarken Silvaner mit Potenzial. Ein weiteres Steckenpferd ist die trocken ausgebaute Scheurebe“, erklärt Johannes Zang seine Wein-Philosophie.



Markus Schmachtenberger (Jahrgang 1980) vom Weingut Berthold Schmachtenberger aus Randersacker (Franken) wurde Zweiter im DLG-Jungwinzer-Wettbewerb. Nach seiner Ausbildung zum Winzer und Weinküfer an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau in Veitshöchheim (LWG) bildete sich Markus Schmachtenberger weiter zum Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft und absolvierte ein Praktikum im österreichischen Weingut Monika Strehn. Seit dem Jahr 2006 ist er Betriebsleiter für Weinbau und Kellerwirtschaft im elterlichen Weingut in Randersacker. Zudem betätigt er sich als Marktgemeinderat und Sachverständiger für Weinbau an der LWG Veitshöchheim.

Wein ist eines der ältesten Kulturprodukte. Er hält uns Winzern einen Spiegel vor, denn die Einflüsse von Boden, Klima, Terroir und die Persönlichkeit des Winzers spiegeln sich in den eigenen Weinen wider. In keinem anderen Beruf kann man die Entstehung und Vollendung eines Produktes so hautnah erleben. Bereits als kleiner Junge war ich mit meinen Eltern in den Weinbergen und im Keller. Seit ich das elterliche Weingut leite, hat sich vieles verändert: So wurdne in eine neue Verarbeitungslinie zur schonenden Traubenannahme und in den Steillagenweinbau investiert und eine neue Vinothek gebaut“, beschreibt Markus Schmachtenberger seinen Traumberuf.



Johannes Thörle (Jahrgang 1982) vom Winzerhof Thörle aus Saulheim (Rheinhessen) wurde Dritter im Wettbewerb. Von 2002 bis 2006 studierte Johannes Thörle Weinbetriebswirtschaft in Heilbronn und machte verschiedene Praktika im In- und Ausland, z.B. bei Eikendal Vineyards, Stellenbosch, Südafrika oder dem Weingut Wittmann in  Westhofen. Schon während des Studiums war er als Kellermeister im elterlichen Weingut tätig. Im Jahr 2006 übernahm er die Betriebsleitung. Seither wurden die Weinbergspflege intensiviert, das naturnahe Weinbergsmanagement eingeführt, und die Trauben werden zu 100 % von Hand gelesen. Johannes Thörle ist Mitglied bei „Message in a bottle“ und im Vorstand des Silvaner Forums e.V..

„Wein ist für mich Leidenschaft und Berufung, er vermittelt Freude und Emotionen. Wein ist aber auch Herkunft und Tradition. Es ist ein Generationenprojekt, denn ohne die Arbeit früherer Generationen könnte die heutige Generation nicht aufblühen. Insbesondere begeistern mich die klassischen Rebsorten Riesling, Silvaner und Spätburgunder. Optimale Ergebnisse erreicht man mit Handlese, viel, viel Handarbeit in den Weinbergen, mit schonender Verarbeitung, spontaner Vergärung und langer Hefelagerung“, beschreibt Johannes Thörle seine Leidenschaft für den deutschen Wein.






 
     

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