Weingut Galler

Seit 2015 stellen wir unser Gut Schritt für Schritt auf ökologischen Weinbau um. Das bedeutet konkret: Handlese so viel wie möglich, Spontanvergärung in kleinen und großen Holzfässern, keine Zusatzstoffe und so wenig Schwefel wie möglich. Die Weißweine filtrieren wir einmal, die Rotweine bleiben unfiltriert. Das Ergebnis dieses bewussten Tuns und Lassens sind naturbelassene Weine, die unserem Haus ein nachhaltiges und authentisches Profil geben. Seit 2012 pflanzen wir ausschließlich pilzwiderstandsfähige Rebsorten, so genannte Piwis an. Die ersten Piwi-Weine waren 2014 erhältlich. Unsere Umstellung auf ökologischen Weinbau brachte die Ausweitung ihrer Anpflanzung mit sich: Heute haben wir bereits 50% unserer Rebfläche mit Piwis kultiviert.

Mit pilzwiderstandsfähigen Rebsorten sind Weinproduzenten der Natur eine Nasen­länge voraus. Jegliche Form von Pflanzenschutz ist genau genommen nur ein „dem Problem Hinterherhinken“. Natürlich treten auch andere Probleme auf. Als Mono­kultur angebaut kann die Rebe von Schädlingen wie beispielsweise Insekten oder Viren befallen werden, die einen Pflanzenschutz nötig machen. Die gefürchteten Pilzkrankheiten könnten mutieren und eines Tages in ferner Zukunft auch wieder PIWI-Rebsorten befallen. Aber im Hier und Jetzt sind PIWIs die beste Möglichkeit, um weitestgehend auf Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Weinbau ohne Chemie und ohne Bodenbelastung ist kein Traum, sondern PIWI-Realität. (

Katja & Ansgar Galler haben in Kirchheim an der Weinstraße ein kleines aber feines Familienweingut übernommen. Seitdem hegen sie den Wunsch nach etwas Besonderem. Im Jahr 2011 hatten sie zum ersten Mal Kontakt mit Piwis. Der Geschmack der Trauben inspirierte den Weinküfermeister Ansgar Galler sofort und er pflanzte 2012 die ersten Piwis: den Cabernet blanc. Dieser erzielte beim inter­nationalen Piwi Weinpreis bereits in 2013 eine Silber- und für den 2014er Jahrgang eine Goldmedaille. 2013 folgten Muscaris (Gold-Medaille für 2015er Muscaris beim Internationalen Piwi Weinpreis 2016), Pinotin und VB 91-26-29, 2014 VB CAL. 6-04 (Gold-Medaille für 2015er VB CAL 6-04 beim Internationalen Piwi Weinpreis 2016) und 2015 Johanniter. Nach der geplanten Anpflanzung in 2017 mit Cabernet Cortis und Cabernet Cantor erreichte der Anteil der Piwi-Rebsorten 53%. Der 2015er Jahrgang, der erste Jahrgang aus Öko-Umstellung, wurde ausschließlich spontan und ganz ohne Zusätze, größtenteils in kleinen Holzfässern vinifziert. Geschmacklich hat er auch Katja Galler (Dipl. Agr. Ing.) überzeugt. Deshalb wird in 2016 weiter in kleine Holzfässer investiert, um noch mehr Weine im Holzfass zu vergären.

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