„Weinlesen“ – Haben Sie Wein schon mal gehört?

Weinlesen – dahinter verbirgt sich eine stimmungsvolle Sammlung von Kurzgeschichten und Buchauszügen bekannter und unbekannter Autoren, die eines gemeinsam haben: sie lieben Wein und schreiben darüber.

So hören Sie auf diesem Hörbuch zum Beispiel einen Weinkrimi, einen Vortrag über die richtige Kombination von Wein und Frauen und weinselige Tagebuchaufzeichnungen von Kurt Tucholsky, der bei einer Berliner Produktion natürlich nicht fehlen darf. Das große Geheimnis, warum Hermann Hesse keinen Durchbruch als Weinkritiker feierte, wird ebenfalls gelüftet. Und ganz nebenbei erfährt man auch, wie betrogene Ehefrauen ihre Männer wieder „gefügig“ machen können.

Dass auch kleine Produktionsfirmen mit wenig Budget manches besser machen können als die großen, beweisen die drei Sprecher des Hörbuches: Stefan Filipiak, Meike Schlüter und François Smesny. Allesamt Profis lesen sie mit Lust und Laune vor und durch den Wechsel wird es nicht eintönig.

Zwischen den einzelnen Stücken ist vereinzelt Musik eingestreut, sodass man noch kurz über das eben gehörte nachsinnen oder sich Wein nachschenken kann. Kenner von Jack Berndorfs Otto Krause hat den Blues wissen dies zu schätzen. Bei Weinlesen kommt die Musik aber leider zu kurz. Mehr und längere Stücke wären das i-Tüpfelchen der sonst sehr ansprechend gestalteten CD gewesen.

Alles in allem entführt uns Weinlesen aber auf eine literarische Reise durch die Welt der Weine, die Lust auf mehr macht.

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