Mit einem guten Glas Wein den Tag beschließen und dabei richtig entspannen

Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen immer mehr. Für manche Arbeitnehmer ist das ein Problem, vor allem, wenn sie sich dem Arbeitgeber gegenüber verpflichtet fühlen und einen Nachteil befürchten, wenn sie eine abendliche E-Mail vom Chef nicht öffnen. Andere empfinden es nicht als schlimm, zum Beispiel Unternehmer, die sich selbstbestimmt in diese Lage begeben. Eines ist jedoch klar: Es muss einen Punkt am Tag bzw. in der Woche geben, an dem ein klarer Schnitt gemacht wird. Hier ist die Arbeit jetzt vorbei und die Entspannung beginnt. Wer sich ganz bewusst zu diesem Zeitpunkt ein gutes Fläschchen Wein entkorkt und etwas Feines zu essen daneben stellt, das zum gewählten Wein passt, läutet den Feierabend auf eine genießerische Art und Weise ein. Für viele Menschen gehört es zur Entspannung, nach Feierabend ein wenig fernzusehen. Wer sich nicht einfach vom TV berieseln lässt, sondern sich bewusst für einen guten Film entscheidet, kann die abendliche Entspannung zusätzlich unterstützen. Es sollte jedoch nicht die einzige Freizeitbeschäftigung sein, auch Freunde und Hobbys dürfen nicht zu kurz kommen.

Es gibt noch einige Dinge, die man zusätzlich tun kann, um die Arbeit hinter sich zu lassen – um diese soll es jetzt gehen.

Positiv auf den Tag zurückblicken

Viele Arbeitnehmer sind übermäßig selbstkritisch. Sie denken am Ende des Tages hauptsächlich an die Dinge, die nicht gelungen sind. Unerledigte Aufgaben und Begegnungen mit unangenehmen Kollegen bestimmen ihre Gedanken am Abend. Hier kann eine große Portion Gedankenhygiene nützlich sein. Wer sich auf die positiven Erlebnisse und Erfolge des Tages konzentriert, die es zweifellos ebenso gegeben hat, geht nicht nur mit einem besseren Gefühl in den Feierabend und kann leichter entspannen. Er lernt auch, grundsätzlich eine positive Einstellung zu entwickeln und fühlt sich den ganzen Tag wohler.

Menschen haben grundsätzlich eine selektive Wahrnehmung. Sie können die Welt, die sehr komplex ist, nicht in Gänze erfassen, sondern nehmen immer nur Teilbereiche wahr. Man hat es durchaus in der Hand, welche Bereiche das sind: überwiegend die positiven oder die negativen. Um seinen Blick in die gewünschte Richtung zu lenken, kann es hilfreich sein, am Abend ein „Erfolgstagebuch“ zu schreiben. Dort kann man zum Beispiel drei Dinge notieren, die gut gelaufen sind. „Aber“ sind dabei nicht erlaubt.

Typische Rituale für den Feierabend entwickeln

Es fällt leichter, abzuschalten, wenn Körper und Geist durch wiederkehrende Rituale daran erinnert werden, dass die freie Zeit beginnt. Dabei ist alles geeignet, was auf andere Gedanken bringt. Es kann hilfreich sein, für eine halbe Stunde erst einmal etwas ganz anderes zu machen, zum Bespiel Sport zu treiben. Manchmal bietet es sich an, die sportliche Aktivität mit dem Heimweg zu verbinden, wenn man etwa mit den Rad fährt. Mancher Arbeitnehmer genießt es auch, direkt nach der Arbeit ins Fitnessstudio zu gehen und sich dort abzureagieren. Auch der tägliche Einkauf und die Planung des Essens bringt auf andere Gedanken, ebenso ein kleiner Plausch mit einem Freund. Allerdings sollte man vermeiden, sich haarklein über die Erlebnisse auf der Arbeit auszulassen, von der man ja gerade abschalten will. Es gibt sicherlich bessere Themen.

Experten empfehlen nach wie vor, am Abend ein Glas Wein oder Bier zu trinken. Das sollte nicht unbedingt täglich sein und auch die Mengen sollte man im Blick haben, doch das tun Genießer ohnehin. Ein guter Wein ist etwas Besonderes und sollte auch als Besonderheit behandelt werden.

Seine Hobbys pflegen

Unter einem stressigen Berufsleben leiden solche Arbeitnehmer am meisten, die keinen geeigneten Ausgleich haben. Ein schönes Hobby kann hier Wunder wirken. Niemand sollte bei der Erfüllung privater Wünsche oder geplanter Aktivitäten auf das Rentenalter warten. Der beste Zeitpunkt, etwas Neues zu beginnen, ist immer Jetzt.

Wer ein Hobby hat, das ihn begeistert, schafft einen Gegenpol zum Stress auf der Arbeit. Meistens ist es sogar so, dass man neue Leute kennenlernt, wenn man etwa einen Kochkurs oder Tanzkurs besucht. Man hat also nicht immer nur die Kollegen um sich, mit denen das Thema doch immer wieder bei der Arbeit landet. Diese jobfreien Zonen wirken Wunder und helfen, sich zu entspannen. Hier kann sich der Mensch selbst in weiteren Facetten wahrnehmen, die über den Status als Arbeitnehmer hinausgehen.

Wein als Hobby

Natürlich kann auch die Leidenschaft für Wein in ein Hobby münden. So kann man etwa bei der Weinlese und -produktion helfen, wenn die Saison beginnt. Dafür muss man nicht einmal in der Nähe eines Anbaugebietes wohnen, sondern kann zum Beispiel seinen Urlaub dort verbringen, wenn Helfer gesucht werden.

Wer einmal näher mit dem Thema in Berührung kam, möchte vielleicht sogar selbst zum Winzer werden. Das ist durchaus möglich, es gibt nicht wenige Hobbywinzer in Deutschland. Diese müssen sich an die gesetzlichen Regelungen der Weinverordnung halten und dürfen auch nur Flächen einer bestimmten Größe bebauen. Allen Vorschriften zum Trotz ist der eigene Wein ein besonderer Genuss, den man gern mit Freunden und der Familie teilt.

Fotonachweise:
Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/aperitif-wein-trinken-glas-2027177
Weintraube: https://pixabay.com/de/photos/weintrauben-trauben-obst-frucht-2715711

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