Richtig würzen mit dem passenden Wein – Kochen mit Wein

Wer beim Essen an den Wein denkt, wird vermutlich in erster Linie an die Weinbegleitung denken. Doch Wein ist in vielen internationalen Gerichten ein wichtiger Bestandteil beim Kochen. Die im Wein enthaltenen Noten, aber auch die Säure oder der Zucker geben den Suppen, Fleisch- und Fischgerichten, aber auch Desserts eine spannende Geschmacksrichtung. Allerdings gilt es zu beachten, dass Wein immer in einer Gewürzmenge verwendet werden sollte, damit der Weingeschmack die anderen Aromen nicht überdeckt. Ein Nachwürzen mit Wein ist immer möglich, das Entfernen des Weingeschmacks jedoch kaum.

Mit allen Weinsorten kochen

In internationalen Gerichten finden sich alle Arten von Weinen. Weißwein wird gerne für Geflügel und Fisch verwendet, Rotwein als Gewürzbeigabe zu Wild, Rindfleisch und deftigen Eintöpfen und süße Port- und Sherryweine finden sich in Süßspeisen wie Parfaits, Cremen und Aufläufen. Wer mit Wein kocht, muss jedoch auf die Eigenheit der Weine eingehen. Wird Weißwein in Kombination mit säurehaltigen Lebensmitteln verwendet, wie Zitronen oder Essig, dann kann der Säuregehalt des Weins zu einem unangenehmen Nebeneffekt werden. Durch das im Rotwein enthaltene Tannin können Speisen, die zunächst scharf im Le Creuset Topf angebraten und danach langsam geschmort werden, einen herben Geschmack annehmen. Mit fettreicher Sahne kann dieser Effekt jedoch umgangen werden. Damit der Alkoholgehalt der Weine in den Speisen verdampft, sollten Sie auf eine lange Kochzeit achten. Der Alkohol ist nach einer Stunde zu rund 65 % verdampft. Ebenfalls im Dampf aufgelöst wird übrigens der beim Trinken störende Korkgeschmack. Der für diesen Weinfehler verantwortliche chemische Stoff Trichloressigsäure ist eine flüchtige Materie und verdampft bei Kochen.

Jede Speisenfolge startet mit einer Suppe

Suppen mit Weingeschmack gibt es in fast jedem Land. Etwas weniger bekannt dürfte die Lauchsuppe mit Weißwein und Camembertbrötchen sein. Dazu können Sie in einem WMF Topf eine kleine, gewürfelte Zwiebel und vier in Ringe geschnittene Lauchstangen leicht angeröstet, mit Suppe aufgießen. Anschließend würzen Sie mit Weißwein, Salz und Pfeffer. Die Suppe muss langsam köcheln, bis die Gemüseeinlagen weich sind. Danach wird der Zwiebel und die Lauchstangen mit einem Stabmixer püriert und die Suppe mit Crème fraîche verfeinert. Beim Anrichten werden warme Camembertbrötchen, ein Tupfen ungesüßtes, geschlagenes Obers und ein paar Schinkenstreifen auf die Suppe gelegt. Die Suppe ist sehr ausgiebig und wird gerne auch als leichte Hauptmahlzeit verwendet.

Deftige Eintöpfe schmecken immer

Gegen den großen Hunger sind Eintöpfe das richtige Mittel. Die deftigen Fleischgerichte werden von Gemüse ergänzt und erhalten durch die Beigaben von Rotwein als Kochwein ihre speziellen Aromen. Ein Bauerneintopf aus dem alpinen Raum brät zunächst 15 dag Speck und 40 dag gewürfelte Schweinsschulter in Öl an und lässt das Gericht zusammen mit geschnittenen Karotten, Schalottenzwiebeln, Champignons, Tomatenmark, einem Viertel Rotwein, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Thymian und einem Lorbeerblatt rund 35 Minuten schmoren. Bei Bedarf etwas Flüssigkeit oder ein bisschen Mehl beimengen. Nach dem Schmorvorgang wird 1 kg Bohnen und Petersilie untergehoben und das Gericht mit Salzkartoffeln serviert.

Ein Dessert schließt den Magen

Um ein Menü abzurunden, darf ein Dessert nicht fehlen. Leicht und für die heiße Jahreszeit ideal sind Cremen mit Sommerfrüchten. Für die Portweinsahne werden 200 ml Portwein mit Zitronensaft und Zucker vermengt, langsam erwärmt und mit 4 Blatt eingeweichter Gelatine verrührt. In die gelierte und abgekühlte Flüssigkeit wird danach geschlagene und gesüßte Sahne untergehoben. Das Dessert in Gläser füllen und für mindestens drei Stunden kühlen. Vor dem Anrichten werden Himbeeren, Erdbeeren oder Heidelbeeren mit Zucker püriert und das Fruchtmus über die Portweincreme gegeben. Zum Garnieren werden einige ganze Früchte dekoriert.

Wein ist eine ideale Würze

Die Aromen der verschiedenen Weine lassen sich auch als Gewürze für Marinaden und Einlegegemüse nutzen. Mischen Sie Öl, Senf, Rotwein, Knoblauch, Oregano, Thymian, Rosmarin, Pfeffer und Salz zum Marinieren von Rindfleisch oder Öl, Zucker, Weißwein, Rosmarin, Knoblauch und Zitrone für Geflügel, Lamm und Fisch zum Einlegen. Durch die in den Weinen enthaltenen Säuren werden die Fleischstücke mürb und zart. Ebenso lässt sich Gemüse in einer Mischung aus Wasser, Wein, Essig und Gewürze dauerhaft einlegen.

Genießen Sie Ihren Wein nicht nur zum Essen, sondern mischen Sie die verschiedenen Weinsorten in Ihr Essen und würzen Sie damit die unterschiedlichen Speisen. Sie werden von der Geschmacksintensität und den Aromen begeistert sein!

 

 

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