Teure Weine sind eine Geldanlage für diejenigen, die sich in der Branche auskennen und genau wissen, welche Tropfen sich für eine langfristige Investition lohnen. Mit Privatkrediten kann sich dabei der ein und andere Geld verschaffen, um den Luxusartikel nicht nur zum Verzehr, sondern für das erlesene Weinlager anzuschaffen. Jedoch tun sich die Weinsammler hierbei des Öfteren schwer. Denn sie wissen hin und wieder nicht genau zu unterscheiden, welche Sorten und Jahrgänge sich allein als Trinkweine eignen und welche als gute Anlage-Weine eine höhere Investition rechtfertigen. Dabei geht es vor allem um die nachhaltige Geldanlage, die natürlich auch eine Tagesrendite einbringen kann. Zahlreiche Weinliebhaber sind jedoch fest davon überzeugt, gute Investments in ihrem Keller bereits vorzuhalten. Sie gehen davon aus, dass teure Weine gleichzeitig Geld einbringen, auch nach längerer Lagerzeit. Hierbei kommt es nicht selten zu Irrtümern.

Renditen, die mit Wein erzielt werden

Dabei geht es geht heute nicht mehr um reife Weine, sondern um junge Erzeugnisse. Renditen, die damit erzielt werden, liegen jedoch nicht immer bei 100 %. Wer sich eine Investition leisten möchte, und sich im Weingeschäft eine langfristige Geldanlage erhofft, muss den Weinmarkt kennen. Im Besonderen gilt das für Anleger, die sich ihr Geld dafür über einen Kredit beschaffen. Grundsätzlich sollte in solchen Fällen ein Privatkreditvergleich obligatorisch sein. Um dann noch einen 100-Prozent-Treffer mit dem geliehenen Geld zu landen, sind nicht nur Glück und beste Beziehungen zum Weinhandel gefragt, sondern auch die regelmäßige Lektüre von Veröffentlichungen in der Weinszene bzw. das Lesen von Infobriefen.

Bewertung von Weinen und die Beschaffung von Geldanlagen

Aktuelle Bewertung von Weinen können für kurzfristige Gewinne sorgen. Das gilt dann, wenn schnell und auf Tagesbasis angelegt und verkauft wird. Weine, die z. B. mit hohen Punktzahlen im Bereich von 95 bis 100 Punkten bewertet werden, sind in der Lage, ihren Wert innerhalb von einigen Wochen deutlich zu steigern. Teilweise verdoppeln sie ihre Preise sogar. Hier ist schnelles Handeln geboten, denn wer solche Weine nicht bereits im Keller liegen hat, dem wird es schwerfallen, noch ein paar Flaschen des besonderen Erzeugnisses einzukaufen. Hier helfen gute Kontakte zu Weinhändlern oder Weinbrokern. Exzellente Produkte wie der berühmte Château Pétrus, werden z. B. nur guten und langjährigen Abnehmern angeboten. Geld allein reicht bei der Beschaffung oftmals nicht aus. Außerdem knüpfen Händler an besondere Sorten auch gerne sogenannten Koppelgeschäfte. Dabei werden bei Weinbestellungen größerer Menge gerne die edlen und seltenen Flaschen als Dankeschön offeriert.

Spekulationsobjekte

Allein Sorten wie die Premiers Grands Crus oder Deuxièmes Grands Crus aus Bordeaux eignen sich für die professionelle Weinspekulation. Dazu gesellen sich einige wenige Sorten anderer Weinanbaugebiete und Länder, die sich als Kapitalanlage eignen. Außerdem existieren weltweit nur ein paar sogenannte Kennerweine, die in sehr geringen Mengen vorhanden sind und einen äußerst begrenzten Markt besitzen. Sämtliche Weine, die sich als Geldanlage eignen, sind nur in geringen Mengen verfügbar.

Früh kaufen: Wein, der noch im Fass reift

Die seltenen Mengen betreffen auch und vor allem Bordeaux-Weine, die bereits eingekauft werden, wenn sie noch im Fass reifen. Zu diesem Zeitpunkt sind sie am preiswertesten. Das Recht hierbei, die seltenen Sorten einkaufen zu dürfen, wird als Future bezeichnet. Sobald der Wein freigegeben wird, nach einer Zeit von ca. 2-3 Jahren, kann es sein, dass der Future bereits mehrfach weiterverkauft wurde. Dabei hat sich im Idealfall sein Preis gleichzeitig erhöht. Für solche Transaktionen werden klassische Weinauktionen gar nicht mehr benötigt. Hier sind es die kundigen Weinbroker, die für das nötige Geschäft sorgen.

Tipps für die Geldanlage Wein

Wie bei anderen Geldanalagen auch, geht es bei Wein ebenfalls um die Wertsteigerung. Diese kommt zustande, wenn Weine in Originalkartons und Originalkisten angeboten werden. Beliebt bei Investoren sind auch Großflaschen mit Inhalten von 1,5 bis 12 Litern. Diese sind nur in geringer Stückzahl auf dem Markt. In ihnen reift der Wein besser als in kleineren Flaschen. Wer alte Weine ankauft, der sollte auf die Unversehrtheit der Kapsel achten und auf ein unbeschädigtes Etikett. Außerdem ist der Füllstand der jeweiligen Flasche essenziell für den Wert des Weines. Anhand dessen kann nämlich auf die Qualität des Erzeugnisses geschlossen werden.

Hier noch einige sogenannte Blue-Chips, die unter den internationalen Weinen besonders hohe Preise bzw. Gewinne erzielen:

  • Domaine Romanée Conti/Burgund
  • Hermi­tage La Chapelle/Rhône
  • Vega Sicilia/Spanien
  • Pingus/Spanien
  • Château Lafite-Rothschild/ Bordeaux
  • Château Margaux/Bordeaux
  • Château Mouton-Rothschild/ Bordeaux
  • Grange/Australien
  • Hill of Grace/Australien
  • Opus One/Kalifornien
  • Screa­ming Eagle/Kalifornien

(Bildnachweis: CC0 Public Domain/ https://pixabay.com/de/wein-korken-trinken-genuss-flasche-96230/)

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