Der Schwarzwald ist das größte zusammenhängende Mittelgebirge unserer schönen Republik. Weltbekannt ist er wegen seines aromatischen Schinkens, der verspielten Kuckucksuhren und der herrlich fruchtigen Kirschtorte. Darüber hinaus hat das Kleinod im Südwesten aber noch vieles mehr zu bieten – unter anderem eine große Auswahl edler Weine.

Dabei ist der Schwarzwald als Mittelgebirge alles andere als prädestiniert für den großflächigen Weinbau. In den Randgebieten funktioniert das dafür umso besser – und diese Möglichkeit wird gerne genutzt. Mit einer Nutzfläche von über 16.000 ha ist das angrenzende Baden eines der größten Weinbaugebiete Deutschlands – und Heimat unzähliger leckerer Tropfen.

Badischer Weinbau hat große Tradition

Der Wein wurde schon vor langer Zeit von – wie sollte es anders sein – den Römern mit in den Schwarzwald gebracht. Offizielle Aufzeichnungen und Überlieferungen dortiger Keltereien gab es erstmals im 8. Jahrhundert – zumindest sind das die frühesten Dokumente, die wir heute noch kennen. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Weinbau in Baden schon vorher betrieben wurde.

Machen wir nun einen großen Zeitsprung ins 20. Jahrhundert, genauer gesagt ins Jahr 1952, in dem mit den badischen Winzerkeller ein großes Weingut gegründet wurde, das heute zu den bedeutendsten Unternehmen Baden-Württembergs gehört. Spätestens seit dieser Gründung zählt Baden zu den wichtigsten Weinregionen Deutschlands, was mit Sicherheit auch damit zusammenhängt, dass dieses Gebiet Jahr für Jahr die meisten Sonnenstunden zählt.

Wandern und Wein – die perfekte Symbiose

Dass der Schwarzwald zu den beliebtesten Ausflugszielen für ausgeprägte Weinwanderungen zählt, liegt neben den exquisiten Tropfen auch an der herrlichen Natur, die Wanderfreunde dort vorfinden. Unzählige Routen führen durch die Wälder und nostalgischen Dörfer der Region. Alleine diese Touren reichen eigentlich schon aus, um eine Empfehlung für dieses wunderschöne Fleckchen Erde auszusprechen. Der gute badische Wein macht einen Ausflug in den Schwarzwald zu einem Muss.

Was gibt es schließlich Schöneres, als einen ereignisreichen Tag inmitten atemberaubender Landschaften bei einem ausgedehnten Abendessen mit edlem Wein ausklingen zu lassen? Die Symbiose aus Natur und Wein, aus Anstrengung und Entspannung findet hier auf allerhöchstem Niveau statt – eine Sinfonie der Sinne, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Highlight Badische Weinstraße

Wer in den Schwarzwald reist, um den dortigen Wein zu genießen, kann das nirgends so ausgiebig tun wie entlang der Badischen Weinstraße. Diese malerische Strecke führt unter anderem durch die Ortenau und den Breisgau und streift das Mittelgebirge dabei immer wieder. Seit nunmehr sechzig Jahren lädt sie sowohl Wein- als auch Wanderfreunde auf unvergessliche Touren ein, bei denen sie das Beste aus beiden Welten erleben. Die landschaftliche Schönheit, kombiniert mit vielen kleinen, verwinkelten Örtchen, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, sucht ohnehin Ihresgleichen. Dass man auf dem Weg außerdem immer wieder auf Keltereien stößt, deren Winzer regelmäßig zu Festen oder Weinproben einladen, ist sozusagen die Kirsche auf der Torte.

„Empfohlene Weinhotels“ als idealer Ausgangspunkt

Bei einem mehrtägigen Ausflug braucht man natürlich auch die passende Unterkunft. Hier hat der Badische Tourismusverband Weinliebhabern das Leben einfach gemacht, indem er zwanzig Hotels der Region den Sonderstatus „Empfohlenes Weinhotel“ zugestanden hat. Kriterium bei der Vergabe war neben allgemein hohen Standards, dass die Weinkultur Badens gepflegt und gewürdigt wird – und dass es in der unmittelbaren Umgebung Weingüter gibt, auf denen man sie aus nächster Nähe und unverfälscht erleben kann. Eines dieser ausgesuchten Hotels zu buchen, ist für Touristen, die wegen der edlen Tropfen der sonnigsten Region Deutschlands in den Schwarzwald reisen, daher – wie die Auszeichnung nahelegt – absolut empfehlenswert. Tun kann man das entweder direkt bei den Hotels oder in Internet-Reisebüros wie REWE Reisen oder ADAC Reisen.

Die schönsten Weingüter

Zum Abschluss noch unsere Top 3 der schönsten Weingüter des Schwarzwalds:

Der Badische Winzerkeller

Diese bereits oben erwähnte Institution der badischen Weinkultur sollte man auf jeden Fall gesehen haben. Die beteiligten Winzer sind über ganz Baden verteilt, so dass der geneigte Genießer hier das Beste aus den unterschiedlichsten Lagen genießen kann. Zwischen den riesigen Fässern, die in einem alten Gewölbe gelagert werden, schmecken diese Tropfen besonders gut.

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Erste Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim

Länger als der Name dieses Zusammenschlusses ist nur seine Tradition. Schon 1908 beschloss der damalige Dorfpfarrer Leonhard Müller, dass es eine gute Idee sei, wenn bei der Weinerzeugung so viele Menschen wie möglich hälfen. Heute sind es fast achthundert Winzerfamilien, die dieses Erbe mit Stolz fortführen.

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Bio-Weingut Isele

Der Name ist Programm, und das schon sehr lange: bereits seit 1972 setzt das Familienunternehmen ausschließlich auf biologische Dünger, was es zu einem der Vorreiter in dieser Disziplin macht. Da es damals nur wenige solche Präparate zu kaufen gab, musste Isele selbst kreativ werden. „Bio“ wird hier also tatsächlich gelebt – und das schmeckt man!

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