Im Rahmen der gehobenen Küche spielt kein Getränk eine annähernd wichtige Rolle wie der Wein. Toprestaurants verfügen deshalb regelmäßig über eigene Sommeliers zur Beratung ihrer Gäste im Hinblick auf die zu einem Menü passenden Weine. Ein guter Wein ist aber auch schon für sich genommen ein Erlebnis für die Zunge. Entsprechend beliebt sind Weinverkostungen – vorzugsweise beim Winzer, der die entsprechenden Weine gekeltert hat. Deshalb hier fünf Tipps für die optimale Weinprobe.

Tipp 1: Sich Zeit lassen

Gerade große Weine werden oft mit dem Alter immer besser. Eine längere Fassreife ist deshalb bei Rotweinen ein besonderer Beleg für deren hohe Qualität. Entsprechend ist auch eine Weinprobe eine Angelegenheit, die nicht zwischen zwei andere eng getaktete Programmpunkte passt. Gerade wenn es um eine Weinprobe bei einem Winzer geht, ist ein nachmittäglicher Spaziergang durch dessen Rebhänge eine schöne Möglichkeit, sich auf eine Weinprobe am frühen Abend in Ruhe einzustimmen.

Tipp 2: Den eigenen Geschmack mitteilen

Bei einer Weinprobe werden mehrere Weine nacheinander verkostet. Auch wenn man nicht jedes Probierglas austrinkt, macht sich im Lauf einer solchen Probe doch regelmäßig der Alkohol bemerkbar. Dieser hat auch einen Einfluss auf die Sensibilität des Geschmackssinns. Nach einer bestimmten Anzahl von Weinen stellt die Zunge immer weniger Unterschiede fest. Insofern ist es sinnvoll, mit dem Winzer vorab eine entsprechende Vorauswahl der zu verkostenden Flaschen zu treffen.

Tipp 3: Wein in Gemeinschaft genießen

Auch wenn es bei der Weinprobe vor allem um die Aufstockung der Bestände im eigenen Weinkeller geht, ist eine solche Probe doch auch immer für sich genommen ein Erlebnis. Dieses kann man auch teilen und die Weinprobe zusammen mit guten Freunden besuchen oder diesen ganz einfach zum nächsten Geburtstag eine gemeinsame Weinprobe schenken

Tipp 4: Vor Ort essen und übernachten

Nach einer Weinprobe ist es nicht ratsam, sich an das Steuer eines Fahrzeugs zu setzen. Insofern sollte eine Übernachtung gleich mitgebucht werden. Dies hat den Vorteil, dass man abends im gleichen Ort Essen gehen kann. Hierbei empfiehlt es sich selbstverständlich ein Restaurant aufzusuchen, welches die zuvor verkosteten Weine auch im Angebot hat. Auf diese Weise kann deren Tauglichkeit als Begleiter zu einer guten Mahlzeit gleich in der Praxis überprüft werden. Außerdem kann auf diese Weise gegebenenfalls noch einmal nachgeordert werden, wenn sich ein bestimmter Tropfen in besonderer Weise im Kopf festgesetzt hat.

Tipp 5: Offen für Neues bleiben

Viele Weinliebhaber besuchen so lange Weinproben, bis sie „ihren“ Winzer gefunden haben. Von diesem ordern sie dann häufig in den folgenden Jahren ihren Wein über die Post. Solche Treue ist selbstverständlich ehrenwert. Sie verschließt aber oft genug den Blick auf die vielen anderen faszinierenden Facetten der Welt der großen und kleinen Weine. Deshalb sollte man immer eine gewisse Entdeckerfreude beibehalten und sich immer wieder aufs Neue in das kleine geschmackliche Abenteuer einer Weinprobe bei einem neuen Winzer stürzen.

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