Weinglossar

Dieses Glossar wird ständig erweitert. Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Falls Sie einen Begriff vermissen oder eine Frage haben, senden Sie uns bitte eine Mail an m.kindt@dlg.org.

Brache

Eine Bezeichnung für eine landwirtschaftlich genutzte Fläche (zum Beispiel eine Rebfläche), die nicht bestockt oder besät und somit zum Ausruhen bestimmt ist. Eine Weinbergsbrache ist nach dem Roden einer Weinbergsparzelle für ein bis drei Jahre erforderlich, bevor mit der Neupflanzung begonnen werden kann, um so das Gedeihen der neuen Reben zu gewährleisten. Mehrere Jahre des Brachliegens sind notwendig, wenn alte Rebstöcke aufgrund von Krankheiten (zum Beispiel Nematoden oder Viren) oder wegen Kümmerwuchses entfernt werden mussten.

Brandig

Brandig ist eine negative Geschmacksbezeichnung (auch alkoholdominant, alkohollastig oder überladen genannt) für einen Wein, bei dem der Alkohol zu betont bis unangenehm scharf spürbar ist.

Branntwein

Branntwein ist eine Spirituose, die ausschließlich durch Destillation zu weniger als 86 Vol.-% Alkoholgehalt von sortenreinem Wein oder Brennwein oder durch erneutes Destillieren zu weniger als 86 Vol.-% eines Weindestillats gewonnen wird. Der Anteil von Methylalkohol darf maximal 200 g/hl betragen und es müssen zumindest 125 g/hl flüchtige Bestandteile enthalten sein. Branntwein findet auch Verwendung als Basis für die Herstellung von Weinbrand.

Brennwein

Brennwein ist ein Grundwein, der mit einem Alkoholgehalt von 18 bis 24 Vol.-% zur Herstellung von Branntwein verwendet wird. Brennwein wird hergestellt, indem man einem bereits durchgegorenen Wein ohne Restzucker ein durch Destillation gewonnenes Weindestillat von bis zu 86 Vol.-% zusetzt.

Brettanomyces

Brettanomyces ist ein Weinfehler, der auch als „Brett-Fehlton“ bekannt und für seinen Geruch nach Stall und Pferdeschweiß berüchtigt ist. Verantwortlich dafür ist die hoch alkoholverträgliche, langsam gärende Hefeart Brettanomyces bruxellensis, die auch geringste Mengen an Restzucker vergären kann. Die Hefen können schon auf den Trauben oder in alten, gebrauchten Fässern vorhanden sein. In heißen Weinanbaugebieten können die Hefepilze im Wein zudem einen Mäuselton bewirken.

Brix

Grad Brix dient in englischsprachigen Ländern als Maßeinheit für den Zuckergehalt der Trauben. Dabei entsprechen 9,3 °Brix etwa 80 °Oechsle.

Bukett

Als Bukett, auch Bouquet, wird das gesamte Duftspektrum eines fertig ausgebauten Weines bezeichnet, auch Blume oder Nase genannt. Das Bukett wird durch Faktoren wie Anbaugebiet, Rebsorte und Jahrgang sowie dem Terroir beeinflusst.

Bundesweinprämierung

Für alle 13 Weinanbaugebiete gibt es eine Gebiets- bzw. Landesprämierung für Qualitätsweine und Qualitätsweine mit Prädikat, getragen von fünf Organisationen, die dafür von der jeweiligen Landesregierung anerkannt sind. Auf Bundesebene prämiert die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) im Anschluss an die regionalen Wettbewerbe. Die DLG zeichnet bei ihren Bundesprämierungen für Wein und Sekt b.A. deutsche Weine und Herkunftssekte mit dem Goldenen, Silbernen und Bronzenen DLG-Preis aus. Die oberste Spitze eines Prämierungsjahres ist an einem „Goldenen DLG-Preis Extra“ zu erkennen, den die DLG als Ergebnis eines strengen, dreistufigen Prüfparcours vergibt. Besonders erfolgreiche Teilnehmer der Bundesweinprämierung können mit einem Ehrenpreis des Bundesministers (VEL) ausgezeichnet werden. Außerdem verleiht die DLG jährlich den Ehrenpreis „Bester Sekterzeuger“ an die beiden erfolgreichsten Teilnehmer der Sekt b.A.-Bundesprämierung.