Weinsensorik

Wer kennt das nicht? Man probiert einen Wein und würde ihn gerne beschreiben, doch es fehlen die passenden Worte. Ebenso können Laien den Erklärungen und Beschreibungen der Weinfachleute selten folgen.

Julia Sevenich versucht in ihrem Buch „Weinsensorik: Verkosten – Vergleichen – Beurteilen“ eine Anleitung zur Überwindung dieser Hürde. Dabei stellt sie zunächst die zur Weinsensorik benötigten Sinne – Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen – einzeln vor. Sie erklärt, wie die Sinne funktionieren und wie man sie richtig nutzt.

Jedes Kapitel ist mit einer Vokabelliste zur Beschreibung der Sinneseindrücke ausgestattet und wird durch praktische Übungsvorschläge zur Schulung der Wahrnehmung abgerundet. Zudem greift sie das Erkennen von Fehlern im Wein und sensorische Muster einzelner Rebsorten und regionaler Weinstile auf.

Nebenbei erklärt sie Fakten und Grundlagen zum Wein, ohne deren Kenntnis eine sensorische Analyse nicht möglich wäre. Es finden sich jedoch viele nicht erklärte Begrifflichkeiten sowie Anregungen und Vorschläge, die von Laien, denen die Eigenheiten der Weinsprache noch nicht so vertraut sind, schlecht umgesetzt werden können. So greift die Tabellenvorlage für Verkostungsnotizen Begriffe auf, die verschieden interpretiert werden können.

Dennoch bietet das Buch einen praktischen Leitfaden für Weinverkostungen im privaten wie im öffentlichen Rahmen und führt das Thema Sensorik für Weinliebhaber näher auf.

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