Weinglossar

Dieses Glossar wird ständig erweitert. Es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Falls Sie einen Begriff vermissen oder eine Frage haben, senden Sie uns bitte eine Mail an m.kindt@dlg.org.

Weinfehler

Als Weinfehler werden unerwünschte Mängel oder Unstimmigkeiten im Wein hinsichtlich abweichendem Aussehen, Geschmack und Geruch bezeichnet. Weinfehler können bei fast allen Prozessen der Weinbereitung auftreten, angefangen bei der Traubenernte bis hin zur Lagerung. Sie können teilweise durch Schönung oder Klärung behoben werden. Allerdings ist nicht jeder eigenwillige Geschmacks- oder Geruchston ein Weinfehler, eine ‚besondere Note‘ kann ebenso das Charakteristika eines Weines sein. Zu unterscheiden ist zudem zwischen Weinfehlern und Weinmängeln. Hat ein Weinfehler einen biologischen Ursprung, wenn er also durch Mikroorganismen wie Bakterien verursacht wird, kann auch von einer Weinkrankheit gesprochen werden.

Zu den Weinfehlern gehören: Aceton, Böckser, Brettanomyces, Eiweißtrübung, Essigstich, Frostgeschmack, Geranienton, Hochfärbigkeit, Korkgeschmack, Lindton, Mäuseln, Milchsäurestich, Schimmelton und Schwefelsäurefirn.

Weingut

Besitztum, das Weinberg, Gebäude und Kellereien umfasst. Sollte in der Regel mindestens 2 ha groß sein.

Weinheilige

In den verschiedenen Regionen/Weinbau-Gebieten in Deutschland werden verschiedene Schutz-Patrone der Weinbau-Betreibenden (Winzer, Händler, Böttcher und andere Weinbau-Berufe) verehrt. Es sind heilig oder selig gesprochene Personen, die an ihren Namens-Tagen – die zumeist einen direkten Bezug zum Weinbau haben – gefeiert werden. Unter den Eisheiligen und Wein-Göttern gibt es weitere, spezielle Schutzpatrone des Weinbaus. Die zahlreichen Weinheiligen sind unter anderem:
Bartholomäus (24. August) – Patron der Winzer, St. Martin (11. November) – Schutzpatron der Winzer und Zecher, St. Urban (25. Mai) – Weinpatron in Rheinhessen, Laurentius (10. August) – Patron der Weinberge und für das Gedeihen der Weintrauben, Paulus (29. Juni) – Patron für Regen und Fruchtbarkeit der Felder und gegen Blitz und Hagel, Severin von Norikum (8. Januar) – Patron von Bayern, der Winzer und für die Fruchtbarkeit der Weinstöcke.

Weinkategorien in Frankreich

Seit der EU-Weinmarktordnung aus dem Jahr 2009 gelten neu definierte, einheitliche Qualitätsstandards für EU-Weine. Weinerzeugnisse in Frankreich werden seitdem in folgende Kategorien unterteilt:

  • AOP-Weine: Weine mit geschützter Herkunftsbezeichnung, die speziellen Qualitätsvorgaben entsprechen müssen; höchste Weinklasse (früher AOC).
  • IGP-Weine: Weine mit geschützter geographischer Angabe, die einem EU-Regelwerk entsprechen müssen, das aber weniger streng als bei den AOP-Weinen ist; zweithöchste Weinklasse (früher:  Vin de Pays).
  • Vin de France (Vdf): Weine ohne Herkunftsangabe; häufig ein Verschnitt aus verschiedenen Weinen unterschiedlicher Weinregionen; einfachste Qualitätsstufe (früher: Vin de Table).

Siehe auch das EU-Qualitätssystem (2009).

Weinkategorien in Italien

Seit der EU-Weinmarktordnung aus dem Jahr 2009 gelten neu definierte, einheitliche Qualitätsstandards für EU-Weine. Weinerzeugnisse in Italien werden seitdem in folgende Kategorien unterteilt:

  • DOP-Weine (auch noch DOC und DOCG): Wein mit geschützter Ursprungsangabe; höchste Weinklasse.
  • IGP-Weine (auch IGT): Wein mit geschützter geografischer Angabe; zweithöchste Weinklasse.
  • Vini Comuni: Wein ohne Herkunftsangabe; einfachste Qualitätsstufe.

Siehe auch das EU-Qualitätssystem (2009).

Weinkategorien in Spanien

Seit der EU-Weinmarktordnung aus dem Jahr 2009 gelten neu definierte, einheitliche Qualitätsstandards für EU-Weine. Weinerzeugnisse in Spanien werden seitdem in folgende Kategorien unterteilt:

  • DOP-Weine: Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung, die anspruchsvollen Qualitätsvorgaben entsprechen müssen und sensorischen Prüfungen unterzogen werden; höchste Weinklasse (früher: DO, DOCa).
  • IGP-Weine: Weine mit geschützter geographischer Herkunft, die bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen müssen, die aber weniger rigoros als bei den DOP-Weinen sind; zweithöchste Weinklasse (früher: Vino de la Tierra).
  • Vino: Weine ohne Herkunftsangabe, die aus Weinen verschiedener Regionen verschnitten sein können; einfachste Qualitätsstufe (früher: Vino de Mesa).

Siehe auch das EU-Qualitätssystem (2009).

Weinkommissionär

Ein Mittler bei Weinan- und Weinverkäufen. Der Kommissionär vermittelt im eigenen Namen für fremde Rechnung auf dem Beschaffungsmarkt Wein, Most oder Trauben auf Provisionsbasis (4-5%), die gewöhnlich vom Käufer und Verkäufer je zur Hälfte getragen werden.